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Türkischer TV-Imam zu Masturbation: "Schwangere Hand im Jenseits" droht

Twitter-User spotten über eigenwillige Aussagen von Prediger.
Twitter-User spotten über eigenwillige Aussagen von Prediger. ©YouTube/Screenshot
Nach Angaben des türkischen Fernsehpredigers Mücahid Cihad Han müssen masturbierende Männer damit rechnen, im Jenseits ihrer "schwangeren Hand" zu begegnen, die ihre Rechte einfordert. Nach Angaben von "Hürriyet Daily News" löste der fromme Muslim in den sozialen Medien der Türkei damit einen Sturm aus.

Der Fernsehprediger machte seine Äußerungen in Beantwortung von Fragen von Zusehern. Einer berichtete, er sei verheiratet und masturbiere noch immer, auch während der Umrah, der “kleinen” Pilgerfahrt nach Mekka. Der zuerst etwas perplexe Han antwortete, der Islam verbiete Masturbation als “haram”.

Schwangere Hände im Jenseits

Außerdem verwies der TV-Imam auf eine “Hadith” (Überlieferung von Aussagen des Propheten Mohammed), in der es heiße, wer sexuellen Verkehr mit seinen Händen habe, werde diese im Jenseits schwanger vorfinden. Sie würden gegenüber Gott ihre Rechte einfordern. Er könne dem Zuseher nur raten, den Versuchungen des Satans zu widerstehen.

Geteilte Meinungen zu Masturbation

Die Behauptungen Hans lösten heftige Reaktionen in den sozialen Medien der Türkei aus. Dort hieß es unter anderem, dass der Koran zum Thema Masturbation keine klare Aussage treffe. Nur eine begrenzte Zahl von Islam-Gelehrten würden die arabisch “Istimna” genannte Selbstbefriedigung als “haram” (verboten) einstufen, die meisten würden von “makruh” (unerwünscht) sprechen. Zudem sei die Authentizität vieler Hadithe fragwürdig. Einige Islam-Gelehrte gehen laut “Hürriyet” sogar soweit, Masturbation zu empfehlen, wenn man dadurch außereheliche Affären vermeiden könne.

Spöttische Reaktionen auf Twitter

Zahlreiche Twitter-User machten sich über Han lustig. “Gibt es Hand-Gynäkologen im Paradies? Ist dort Abtreibung erlaubt?”, meinte einer. Ein anderer fragte Han: “Glaubst du, dass Schwangerschaft eine Strafe Gottes ist?”

(APA)

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