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Tötung in Grazer Nervenklinik geklärt

Der Mord bzw. das Tötungsdelikt in der Grazer Nervenklinik ist geklärt: Wie der Leiter der Ermittlungen, Oberst Alois Eberhart, am Donnerstag mitteilte, sei als Täter ein Mitpatient überführt worden.

Er habe keine Tötungsabsicht gehabt und das Opfer nur “füttern” wollen.

Der Mitpatient habe zugegeben, den Tod des 48-jährigen Pfleglings verschuldet zu haben, erklärte Eberhart. Dieser habe Hunger gehabt und er habe ihn nur füttern wollen, berichtete der Kriminalist von den Einvernahmen. Wie die kleine Alu-Dose mit Leberaufstrich in den Rachen gekommen war, habe sich der mutmaßliche Täter selbst nicht erklären können.

Die Einvernahmen hätten sich sehr schwierig gestaltet, sagte Eberhart. Der vermutliche Täter sei psychisch schwer krank, man habe die Befragungen öfters unterbrechen müssen und phasenweise habe der Mann wirr gesprochen. Dennoch habe er letztlich glaubhaft den Hergang geschildert und gezeigt. “Seine Schilderung, Zeugenaussagen und die Faktenlage passen zusammen”, so Eberhart.

Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Manfred Kammerer, auf APA-Anfrage sagte, komme es in Fällen, in denen der Beschuldigte als unzurechnungsfähig eingestuft wird, zu keiner Anklage. Es werde nur von der Staatsanwaltschaft ein Antrag auf Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher gestellt. Diese habe aber im konkreten Fall keine Auswirkungen auf die Unterbringung und würde nur im Zusammenhang mit einer möglichen Entlassung eine Rolle spielen.

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