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Tsunami-Warnsystem

Ein Zusammenschluss von 27 Ländern rund um den Indischen Ozean hat sich am Freitag auf ein Tsunami-Frühwarnsystem mittels High-Tech-Bojen verständigt.

Innerhalb der kommenden zwei Jahre sollen mehr als 70 dieser jeweils etwa 230.000 Dollar teuren Bojen in den Weltmeeren installiert werden, wie Teilnehmer der von der UNO unterstützten Konferenz im australischen Perth sagten.

Die so genannten DART-Bojen werden derzeit nur in den USA produziert. Sie sollen den Angaben zufolge demnächst mit Hilfe der USA aber auch in Thailand und Indonesien hergestellt werden.

Die Bojen sollen rund um die Welt installiert werden – Schwerpunkte sollen das Gebiet vor Sumatra und entlang des 3.500 Kilometer langen Javagrabens im Indischen Ozean sein. Nach Angaben von Experten können die Bojen schon winzigste Wasserdruckveränderungen wahrnehmen. Die neue Generation von Bojen sei kleiner und weniger sichtbar und somit sicherer vor Piraten als die alten Modelle, sagten Konferenzteilnehmer. Weltweit sind bereits zehn ältere Modelle im Einsatz, bis jetzt aber keines im Indischen Ozean.

Als Teil des Frühwarnsystems vereinbarten die Länder auf der Konferenz zudem, eine gemeinsame Erdbeben-Datenbank in Perth einzurichten. Indien wurde gewählt, in den nächsten zwei Jahren den Vorsitz der Koordinierungsgruppe ICG zu übernehmen. Zugleich blieb es aber das einzige Land, das vorerst keine schriftliche Zusage für den Echtzeit-Austausch seismischer Daten gab.

Das deutsche Tsunami-Warnsystem für Indonesien soll indes schon vom 9. Oktober an im Indischen Ozean installiert werden. Das gesamte Warnsystem soll nach Angaben der Bundesregierung 2007 fertig gestellt sein und kann zwei Jahre später von Indonesien eigenständig betrieben werden.

Ein Beben der Stärke 9,3 hatte am 26. Dezember eine verheerende Flutwelle ausgelöst, durch die an den Küsten des Indischen Ozeans mehr als 200.000 Menschen ums Leben gekommen waren.

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