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Tschetschenien: 19 Tote bei Kämpfen

Russische Sicherheitskräfte haben nahe der tschetschenischen Grenze zwölf mutmaßliche Extremisten getötet. Bei den Kämpfen seien zudem sieben Polizisten ums Leben gekommen.

Das teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag mit.

Die Sicherheitskräfte gingen in der Ortschaft Tukuj-Mekteb mit schwerem Geschütz vor und stürmten das Dorf. Mit Panzern wurden laut russischen Medien zwei Gehöfte dem Erdboden gleichgemacht. Etwa 300 Sicherheitskräfte waren an der Verfolgung der nach offiziellen russischen Angaben aus Tschetschenien stammenden Rebellen beteiligt. Russlands staatlicher Fernsehsender RTR zeigte Bilder, auf denen zu sehen war, wie Frauen und Kinder aus dem Dorf in Sicherheit gebracht wurden.

Die Verdächtigen hätten möglicherweise eine Schule überfallen und dort Geiseln nehmen wollen, meldete die Nachrichtenagentur RIA-Nowosti ohne Angabe von Quellen. In den Häusern wurden dem Innenministerium zufolge Granatwerfer, Sprengstoff und Munition gefunden. Die Kämpfe begannen bereits am Donnerstag, laut der Nachrichtenagentur Interfax dauerten sie auch am Freitagnachmittag noch an.

Im Nordkaukaus liefern sich russische Militäreinheiten und im Untergrund operierende Islamisten weiter blutige Auseinandersetzungen. Die Führung der Rebellengruppen will die Unabhängigkeit Tschetscheniens, Dagestans und anderer moslemisch geprägter Teilrepubliken von Russland erreichen. Präsident Wladimir Putin hatte am Dienstag bei einer Rede vor Offizieren des Inlandsgeheimdienstes FSB in Moskau gefordert, man müsse die Terroristen im Land „wie Ratten“ vernichten.

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