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Tschernobyl-Gedenken: Ausstellung im Landhaus eröffnet

Bregenz – Im Landhaus in Bregenz wurde am Dienstag anlässlich des Jahrestages die Ausstellung "25 Jahre Tschernobyl:

Nukleare Katastrophe und Solidarität” eröffnet. Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Umweltlandesrat Erich Schwärzler nahmen die Gelegenheit zum Anlass, die klare Anti-Atom-Haltung des Landes und der Bevölkerung zu unterstreichen. Die Ausstellung kann bis Dienstag, 3. Mai, in der Eingangshalle besichtigt werden.

Vorarlberg habe sich schon lange vor der verheerenden Katastrophe in Tschernobyl gegen die Atomkraft ausgesprochen, erinnerte Sausgruber an die Abstimmung über die Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Zwentendorf im Jahre 1978. Eine Mehrheit von 84,4 Prozent stimmte gegen eine Inbetriebnahme. “Nirgendwo im Bundesgebiet war die Ablehnung größer als in Vorarlberg und nirgendwo hat die Frage mehr Menschen mobilisiert”, so Sausgruber. Die klar ablehnende Haltung sei bis heute geblieben und habe sich, nicht zuletzt aufgrund der erschütternden Atom-Katastrophen in Tschernobyl und jüngst in Fukushima, weiter verstärkt. “Spätestens jetzt sollte klar sein, dass die Atomenergie eine Risikotechnologie darstellt, die vom Menschen nicht zu beherrschen ist”, ist Sausgruber überzeugt.

Tschernobyl-Folgen noch sicht- und spürbar

Die Folgen von Tschernobyl sind auch 25 Jahre später noch sicht- und spürbar. Für Energie- und Umweltlandesrat Erich Schwärzler sind solche Ereignisse nur dann zu verhindern, wenn die Nutzung der Kernkraft zur Energiegewinnung beendet wird: “Die Gefahren der Atomkraft sind für Mensch und Natur völlig unkalkulierbar. Die Antwort kann deshalb nur ein völliger Ausstieg aus der Atomenergie sein”.

Ausstellung im Landhaus

Vor genau 25 Jahren, am 26. April 1986, explodierte der Reaktorblock 4 des Atomkraftwerks im ukrainischen Tschernobyl. Der Unfall hatte verheerende Konsequenzen. Millionen von Menschen leiden bis heute an gesundheitlichen Schäden, die auf diese Katastrophe zurückgehen. Mehrere Vorarlberger Initiativen engagieren sich dank der Spendenbereitschaft der Bevölkerung und mit Unterstützung durch Betriebe und Gemeinden schon seit Jahren in der Hilfe für Strahlenopfer. Zwischen Vorarlberg und dem Gebiet Gomel (Weißrussland) hat sich eine Brücke der Solidarität herausgebildet. Die Ausstellung im Landhaus dokumentiert die Partnerschaft auf eindrucksvolle Weise.

(VLK)

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