Tschechien regt Krisengipfel mit Moskau und Kiew in der EU an

Zwischen der EU und Russland herrscht Uneinigkeit, in welcher Form und wo der Krisengipfel zur möglichen Beilegung des eskalierten Gaskonflikts stattfinden soll. Merkel warnt Russland vor Vertrauensverlust

Der amtierende EU-Ratspräsident, Tschechiens Regierungschef Mirek Topolanek, regte in einem Telefonat mit russischen Präsidenten Dmitri Medwedew in der Nacht zum Donnerstag an, das Treffen so schnell wie möglich im kleinen Kreis mit EU-Führung, Russland und der Ukraine auf dem Boden der EU abzuhalten. Das teilte der tschechische Botschafter in Russland, Miroslav Kostelka, am Donnerstag in Moskau mit.

Am Vortag hatte Medwedew dagegen angekündigt, am kommenden Samstag (17. Jänner) einen Krisengipfel mit allen vom Gaskonflikt betroffenen Ländern inklusive der Ukraine in Moskau abhalten zu wollen. Sein ukrainischer Kollege Viktor Juschtschenko bezeichnete die Einladung nach Moskau aber als unpassend. Aus Polen kam der Vorschlag, ein Treffen aller am Gasstreit beteiligten Konfliktparteien in Prag einzuberufen.

Aus diplomatischen Kreisen in Moskau verlautete, das von den Tschechen vorgeschlagene Treffen der EU-Führung mit Russland und der Ukraine könnte am Wochenende auf Ebene der Regierungschefs in Prag abgehalten werden. Es handle sich dabei aber noch nicht um einen offiziellen Vorschlag. Russlands Regierungschef Wladimir Putin wird während seines am Freitag beginnenden Deutschland-Besuchs auch in Dresden unweit der Grenze zu Tschechien erwartet.

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