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Trump: Gott prüft mich mit der Pandemie

Ordensfrau attestiert US-Präsident fehlende "spirituelle Reife".
Ordensfrau attestiert US-Präsident fehlende "spirituelle Reife". ©AP
US-Präsident Donald Trump sieht in den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise eine Prüfung, die ihm Gott auferlegt habe. Er habe Gott in einem Zwiegespräch gefragt, ob er gute Arbeit geleistet habe.
Bizarre Wahlkampf-Rede von Trump
Michelle Obama warnt vor Trump

Dies sagte er bei einem Wahlkampfauftritt in Mankato im US-Bundesstaat Minnesota am Montag (Ortszeit), wie die Kathpress berichtete. Gott habe ihn jedoch für seine Frage gescholten. Trump habe zuvor die "beste Wirtschaft in der Weltgeschichte aufgebaut"; nun müsse er es nach der Krise erneut tun.

"Spirituelle Reife" fehlt

Trump fehle die "spirituelle Reife", kritisierte hingegen die Geschäftsführerin des Netzwerkes "Lobby" für katholische soziale Gerechtigkeit, Schwester Simone Campbell, nach einem Bericht der Onlinezeitung Huffington Post (Dienstag). Der Präsident scheine nicht zu verstehen, dass er selbst für die Folgen der Coronakrise mitverantwortlich sei.

In einer Umfrage des Pew Research Center von 2018 sagten rund 90 Prozent der Christen in den USA, sie seien mit Gott im Dialog. 35 Prozent geben an, sie erhielten eine göttliche Antwort. Unter Evangelikalen erklärten 45 Prozent, regelmäßig Zwiegespräche mit Gott zu führen.

Trump attackiert Obama und Biden als korrupt

US-Präsident Donald Trump hat mit scharfen Worten auf die Kritik der Demokraten zum Auftakt ihres Parteitags im Rennen ums Weiße Haus reagiert. "Die Administration von Obama und Biden war die korrupteste in der Geschichte", schrieb der Präsident am Dienstag bei Twitter.

Dazu gehöre, dass sie sein Wahlkampfteam ausgespäht hätten, was "der größte politische Skandal in der Geschichte unseres Landes" sei, wiederholte Trump seinen häufigen, aber nicht erwiesenen Vorwurf. "Das nennt man Verrat, und mehr."

Michelle Obama attackiert Trump

Wenige Stunden zuvor hatten die Demokraten am ersten Tag ihres Parteitags, der Obamas Vizepräsidenten Joe Biden diese Woche offiziell als Kandidaten für die Präsidentenwahl im November nominieren soll, Trump heftig kritisiert. So sagte die ehemalige First Lady Michelle Obama: "Donald Trump ist der falsche Präsident für unser Land."

Trump konterte, jemand müsse Michelle Obama erklären, dass er nur im Weißen Haus sitze, weil ihr Ehemann Barack Obama seinen Job schlecht gemacht habe. "Meine Administration und ich haben die großartigste Wirtschaft in der Geschichte aufgebaut, weltweit, sie dann heruntergefahren, Millionen Leben gerettet, und nun baue ich eine noch großartigere Wirtschaft als zuvor auf", schrieb Trump.

(APA)

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