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Trump erfindet Fakten über Finnland - Finnen klären auf

Trump glaubt, Finnen würden in ihren Wäldern Laub harken.
Trump glaubt, Finnen würden in ihren Wäldern Laub harken. ©AP
Schuld an den Waldbränden seien die unsauberen Waldböden, meinte US-Präsident Trump bei seinem Besuch in Kalifornien. Die Finnen wüßten wie das geht, so Trump.
Trump besucht Brandgebiete
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Die Finnen würden ihre Wälder nämlich sauber halten und dort Laub rechen, ist sich der US-Präsident sicher.

Für entsprechendes Aufsehen sorgte Trump bei seinem Besuch in kalifornischen Stadt Paradise, als er Finnland als Beispiel für gelungenes Forstmanagement heranzog und sich dabei auf ein Gespräch mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinisto berief. In dem skandinavischen Land würden sie viel Zeit mit “Rechen und Aufräumen” verbringen, und sie hätten keine Probleme, sagte Trump. Die finnische Zeitung “Ilta-Sanomat” zitierte Niinisto am Sonntag mit den Worten, er habe mit Trump zwar über das finnische System zur Waldbrandprävention gesprochen. Dabei sei es aber nicht ums “Rechen” gegangen.

Finnen klären Trump im Internet auf

Viele Finnen nehmen das zum Anlaß sich auf Twitter über Donald Trump lustig zu machen:

Normaler Tag im finnischen Wald

“Wir harken keine Wälder”

Saubere Wälder für finnische Bären

Finnlands Präsident widerspricht Trump

Während Trump das kalifornische Forstmanagement in der Verantwortung sieht, wobei 60 Prozent der kalifornischen Wälder unter Bundeskontrolle stehen und ein Drittel in privater Hand liegt, machen Experten den Klimawandel für die extremen Auswirkungen verantwortlich. Ein Klimawandel, den Trump nach wie vor anzweifelt. Kaliforniens Feuerwehrverband hatte zu Trumps Vorwürfen in den vergangenen Tagen erklärt, die Brände entstünden und verbreiteten sich nicht nur in Forstgebieten.Experten hatten eine lange Dürre, verdorrte Vegetation und extreme Winde als Mitursachen für das Ausmaß der Brände genannt.

Trump in Paradise

Bei den schweren Waldbränden im US-Bundesstaat Kalifornien ist die bestätigte Zahl der Toten auf fast 80 gestiegen, und weit über 1000 Menschen galten am Wochenende noch als vermisst. US-Präsident Donald Trump besuchte am Samstag die Gegend um den am schwersten betroffenen Ort Paradise nördlich von Sacramento, dankte den Rettungskräften und sagte Kalifornien Unterstützung zu. Seine skeptische Haltung zum Klimawandel hat sich nach eigenen Worten indes nicht geändert.

(Red./dpa)

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