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Trump bringt Vater von Cruz mit Kennedy-Mörder in Verbindung

Trump will den Sack zumachen
Trump will den Sack zumachen
Der US-Vorwahlkampf der Republikaner hat am Dienstag noch einmal an Schärfe und Bitterkeit zugelegt.

Präsidentschaftsbewerber Donald Trump griff eine Meldung des Boulevardblattes “National Enquirer” auf und brachte den Vater seines Erzrivalen Ted Cruz mit dem Attentäter von John F. Kennedy in Verbindung.

“Pathologischer Lügner”

Cruz reagierte überaus empört, nannte Trump einen “pathologischen Lügner” und warnte, die USA könnten in einen Abgrund stürzen, sollte Trump zum Präsidenten gewählt werden. Zur neuerlichen verbalen Eskalation kam es während der möglicherweise entscheidenden Vorwahl am Dienstag im Bundesstaat Indiana. Räumt Trump dort ab, hätte Cruz kaum noch Chancen, dem Multimilliardär die Nominierung als Spitzenkandidat streitig zu machen.

“Es ist schrecklich”

Trump übernahm in einem Telefoninterview des Senders Fox News die Darstellung des “Enquirer”, Rafael Cruz sei kurz vor dem Mord an Kennedy mit dem Attentäter Lee Harvey Oswald zusammen gewesen. Dem Blatt zufolge zeigt ihn ein Bild mit Oswald beim Verteilen von Pro-Fidel-Castro-Flugblättern in New Orleans im Jahr 1963 – ein paar Monate vor Kennedys Ermordung in Dallas.

“Was hatte er mit Lee Harvey Oswald zu schaffen, kurz vor dem Tod?” fragte Trump. “Es ist schrecklich.”

Deutliche Siege eingefahren

Erste Hochrechnungen in Indiana wurden erst nach Mitternacht (MESZ) erwartet. Da bei den Demokraten Ex-Außenministerin Hillary Clinton schon praktisch uneinholbar vor ihrem Rivalen Bernie Sanders liegt, konzentrierte sich die Spannung in Indiana auf die Abstimmung bei den Republikanern. Trump kann dort zwar rein rechnerisch seine Kandidatur noch nicht endgültig klarmachen. Doch würden seine Chancen mit einem Erfolg nochmals deutlich steigen.

Nachdem Trump in der vergangenen Woche deutliche Siege in fünf Ostküstenstaaten eingefahren hatte, sah es nun auch in Indiana nach einer Fortsetzung seines Durchmarschs aus. Die jüngste Umfrage sagte dem Immobilienmilliardär dort einen Vorsprung von 15 Prozentpunkten vor seinem Rivalen Ted Cruz voraus.

Kandidatur fast sicher

Zwar kann Cruz den Spitzenreiter im Verlauf der noch bis Juni andauernden Vorwahlen nicht mehr einholen. Doch will er Trump daran hindern, die 1.237 Delegiertenstimmen einzusammeln, die er für die Nominierung beim Parteitag im Juli benötigt. In diesem Falle käme es dort voraussichtlich zu einer Kampfabstimmung.

Trump hatte schon vor Indiana bereits rund tausend Delegierte hinter sich. In dem Mittelweststaat waren 57 Delegiertenstimmen zu vergeben. Der Immobilienmagnat braucht in den verbleibenden Vorwahlen, einschließlich Indiana, nur noch die Hälfte der zu verteilenden Delegiertenstimmen zu gewinnen, um sich die Kandidatur zu sichern.

Rechnerisch kann er die Schwelle der 1.237 Delegierten jedoch erst am 7. Juni erreichen. Dann stimmen die Republikaner in ihrer letzten Vorwahlrunde in fünf Staaten ab, darunter in Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten US-Staat.

Bei den Demokraten wiederum hatte Clinton bereits vor Indiana mehr als 90 Prozent der benötigten Delegiertenstimmen beisammen. Nach einer Schätzung des TV-Senders CNN lag die Ex-Außenministerin bei 2.179 Delegierten, die Schwelle liegt bei 2.383. Sanders hatte nur 400 Delegierte hinter sich vereint. Dennoch kündigte der linksgerichtete Senator an, bis zum Parteitag im Juli weiter kämpfen zu wollen. (APA)

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