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Trotz Überlegenheit: Rapid Wien holte nur 1:1 gegen WSG Tirol

Rapid Wien kam über ein 1:1 gegen WSG Tirol nicht hinaus.
Rapid Wien kam über ein 1:1 gegen WSG Tirol nicht hinaus. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Rapid Wien hat am Sonntag einen Sieg gegen WSG Tirol verpasst. Die Hütteldorfer mussten sich trotz großer Überlegenheit mit einem 1:1 begnügen.

Die Generalprobe von Rapid vor dem Kampf um den Einzug in die Gruppenphase der Conference League ist nicht geglückt. Die Hütteldorfer kamen am Sonntagabend gegen WSG Tirol über ein 1:1 nicht hinaus und blieben zum zweiten Mal in Folge in einem Heimspiel in der Fußball-Bundesliga sieglos. Damit konnte das Selbstvertrauen nach zuvor drei Pflichtspielsiegen nicht aufgebessert werden. Am Donnerstag gilt es bei Fiorentina ein 1:0 aus dem Hinspiel zu verteidigen.

Rapid Wien vor Florenz-Reise nur mit 1:1 gegen WSG Tirol

Mit dem Aufstieg im Play-off des drittwichtigsten Europacupbewerbs wären den Wienern Millioneneinnahmen sicher, die der Club gut gebrauchen kann. In der Liga gab es nach dem zweiten Remis im fünften Spiel den Rückfall vom dritten auf den vierten Platz. Der Rückstand auf das Topduo Salzburg und Sturm Graz wuchs an. Die Tiroler holten nach dem Heim-1:1 gegen den LASK vergangene Woche den erst zweiten Punkt, sie sind weiter Vorletzter. Luca Kronberger brachte den Außenseiter mit einem "Tor des Jahres" in Führung (8.), Matthias Seidl (60.) sorgte für den mehr als leistungsgerechten Ausgleich. Rapid traf auch zweimal Aluminium.

Bei der Partie war kein Video Assistant Referee (VAR) im Einsatz. Aufgrund technischer Probleme war ein Einsatz nicht möglich, den Club traf diesbezüglich keine Schuld. Stunden vor der Partie wurde versucht noch eine Lösung zu finden, was nicht gelang. Die Liga beschloss daraufhin, die Partie ohne des technischen Hilfsmittels über die Bühne zu bringen.

Schock für Hütteldorfer schon in achter Minute

Rapid-Trainer Zoran Barisic ließ mit Topstürmer Guido Burgstaller und Marco Grüll zwei Offensivsäulen auf der Bank. Fally Mayulu durfte sich dafür vor 15.900 Zuschauern im Allianz Stadion erstmals von Beginn an versuchen. Der 21-jährige Franzose wirkte vorne allerdings wie ein Fremdkörper, konnte sich nicht in Szene setzen. Ganz anders auf der anderen Seite Kronberger, der schon in der achten Minute die Hausherren mit einem Geniestreich schockte. Der 21-jährige Leihspieler von Sturm Graz zog aus mehr als 25 Metern ab und traf genau ins Kreuzeck.

Rapids Antwort blieb aus, da Leopold Querfeld zwei Kopfball-Chancen vergab (10., 18.) und Nicolas Kühn an Adam Stejskal scheiterte (25.). Sonst agierten die Wiener im letzten Drittel meist zu umständlich. Die Tiroler hielten voll dagegen, spielten zum Teil auch ansehnlich nach vorne, Aleksander Buksa rutschte auf dem Weg zum 0:2 knapp an einer Hereingabe vorbei (32.).

Seidl gelang mehr als leistungsgerechter Ausgleich

Zur Pause kamen bei Rapid Oliver Strunz und Moritz Oswald in die Partie, u.a. Mayulus Arbeitstag ging zu Ende. Für frischen Schwung war gesorgt, die Wiener drängten auf den Ausgleich und schnürten die Gäste in der eigenen Hälfte ein. Querfeld hatte bei einem Lattenkopfball Pech, den Kopf-Abstauber von Strunz parierte Stejskal (51.). Kühn (52.) und Seidl mit einer Doppelchance (55.) wurden auch gefährlich. Nach fast genau einer Stunde war der Bann gebrochen. Seidl spielte sich nach Bajic-Pass den Ball selbst hoch auf und vollendete direkt ins lange Eck.

Ein Doppelschlag lag in der Luft. Der Ball lief wie am Schnürchen und am Ende einer Traumaktion rettete die Stange bei einem Bajic-Abschluss für die Tiroler (63.). Die waren fast nur noch mit Defensivarbeit beschäftigt, hätten einmal aber beinahe den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Matthäus Taferner konnte am Elfer abziehen, fand aber in Niklas Hedl seinen Meister (74.). Im Finish durften auch noch Grüll und Burgstaller ran, Treffer gelang trotz einiger brenzlicher Situationen keiner mehr. Damit durfte sich die WSG nach drei Niederlagen gegen Rapid 2022/23 wieder einmal über einen Punkt im direkten Duell freuen.

(APA/Red)

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