Trotz Straßensperren: Notfallversorgung garantiert

Straßensperren aufgrund der Schneemassen – Rotes Kreuz vor Ort.
Straßensperren aufgrund der Schneemassen – Rotes Kreuz vor Ort. ©RKV
Trotz den Straßensperren aufgrund der Schneemassen war das Rotes Kreuz in allen betroffenen Gemeinden vor Ort.

Rankweil Frau Holle meinte es in den vergangenen Tagen wieder einmal gut mit Vorarlberg: In wenigen Stunden fielen über einen Meter Neuschnee. Chaos auf den Straßen, aber auch Straßensperren im Montafon, am Arlberg und im hinteren Bregenzerwald waren am Wochendende die Folge. Die Abgeschnittenheit bedeutete gleichzeitig Alarmbereitschaft für alle Rettungsorganisationen, so auch für das Rote Kreuz in seinem Bemühen, die Notfallversorgung vor Ort aufrechtzuerhalten.

Automatisches Ernstfallprozedere

So startete auch am vergangenen Donnerstag das automatisierte Ernstfallprozedere: Nachdem die betroffenen Rotkreuz-Abteilungen bzw. Ortsstellen durch die Behörden bzw. Lawinenkommissionen über die kommenden Straßensperren zeitnah informiert worden waren, reagierte der zuständige Rotkreuz-Krisenstab, somit der Dienstellenleiter und Kommandant, umgehend: Personal- bzw. Materialressourcen wurden gecheckt, vor Ort in Stellung gebracht bzw. bei Bedarf aufgestockt.

Im von der Außenwelt abgekappten Gargellen wurde ein Rettungswagen rechtzeitig vor dem Schließen der Schranken stationiert – mit an Bord zwei Mann, darunter ein Notfallsanitäter mit Notkompetenz, die dann 24 Stunden in Bereitschaft und in ständigem Kontakt mit der örtlichen Lawinenkommission standen. Für die abgeschnittenen Gemeinden Gaschurn und St. Gallenkirch übernahmen vor Ort wohnende Ehrenamtliche den Dienstbetrieb der Rotkreuz-Ortsstelle; in Bartholomäberg waren zwei dort wohnhafte Mitarbeiter des Roten Kreuzes vor Ort und in Alarmbereitschaft.

Am Arlberg, konkret in Lech und Zürs, wiederum zeigte sich die ehrenamtliche Rotkreuz-Mannschaft für die Versorgung verantwortlich, während in Warth und Damüls die First-Responder-Gruppen für den Ernstfall gerüstet waren. Betroffen waren auch Laterns sowie Bürserberg und Brand – zwar mussten hier aufgrund der Schneemassen die Straßenverbindungen nur kurzzeitig gesperrt werden – aber auch hier waren die First-Responder-Gruppen bereits alarmiert.

Entspannung

Schon am Samstag konnten die Einsatzkräfte wieder aufatmen. Die Situation hatte sich soweit entspannt und die abgeschnittenen Gebiete waren wieder auf dem Straßenweg und somit rettungstechnisch ohne Behinderung erreichbar.

Als Spätzünder gesellte sich ab Sonntagmittag das Dornbirner Gebiet Ebnit in die Reihe der abgeschnittenen Gebiete ein: Auch hier reagierten die Rotkreuz-Zuständigen prompt – ein Rettungswagen mit Zwei-Mann-Besetzung, darunter auch ein Notfallsanitäter mit Notkompetenz, wurde rechtzeitig vor Ort stationiert. Sie konnten aber bereits 24 Stunden später wieder abziehen; die Straßenverbindung wurde am Montag wieder frei gegeben.

(red)

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