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Deutschland scheitert erneut in der WM-Vorrunde

Deutschland verpasste trotz Sieg gegen Costa Rica den Einzug ins Achtelfinale.
Deutschland verpasste trotz Sieg gegen Costa Rica den Einzug ins Achtelfinale. ©AFP
Für Deutschland ist die WM trotz 4:2-Sieg gegen Costa Rica frühzeitig beendet, da Spanien Japan überraschend mit 2:1 unterlag.

In Gruppe E kam es heute zu den entscheidenden Spielen um den Aufstieg. Spanien traf dabei auf Japan und wollte mit einem Sieg den Gruppensieg fixieren. Im zweiten Spiel kam es zum Duell zwischen Deutschland und Costa Rica. Neuer und Co. waren dabei zum Siegen verdammt und mussten zudem hoffen, dass Japan gegen Spanien nicht gewinnt. Und auch Costa Rica hatte den Aufstieg noch in der eigenen Hand.

Schnelles Tor für Deutschland

Deutschland erwischte einen perfekten Start ins Spiel. Nachdem Müller noch freistehend per Kopf eine große Chance vergab, machte es Gnabry nach Raum-Flanke besser und sorgte in der 10. Minute für das frühe 1:0. Auch in weiterer Folge zeigte sich Deutschland sehr spielfreudig. Die sich bietenden Chancen wurden unter anderem von Musiala und Gnabry jedoch nicht genutzt. Und kurz vor der Pause hatte Deutschland Glück, als Fuller nach einem schweren Abwehrfehler alleine vor Neuer auftauchte, jedoch an eben diesem scheiterte.

Verrückte zweite Halbzeit

In der zweiten Halbzeit änderte sich die Ausgangslage für Deutschland innerhalb von wenigen Minuten. Da Japan das Spiel gegen Spanien drehte, benötigte man plötzlich ein Torfestival in Halbzeit zwei, um nicht frühzeitig nach Hause zu fahren. Doch es kam noch schlimmer. Denn Tejeda gelang nach einem Konter per Abstauber der Ausgleich. Nachdem Musiala anschließend zweimal am Pfosten scheiterte, ging der Wahnsinn weiter. Vargas sorgte in der 70. Minute für das 2:1. Doch Deutschland schlug nur eine Minute später durch "Joker" Havertz zurück. Kurz darauf verhinderte Navas sensationell per Kopf einen Füllkrug-Treffer. In der 85. Minute brachte Havertz Deutschland mit seinem zweiten Treffer wieder zurück auf die Siegerstraße und Füllkrug sorgte mit seinem zweiten Turniertreffer in der 90. Minute für die Entscheidung.

Das alles brachte Deutschland aber nichts, denn Spanien musste sich Japan im Parallelspiel mit 2:1 geschlagen geben. Dadurch beendet Deutschland die Gruppenphase auf dem dritten Rang und fährt wie schon vor vier Jahren vorzeitig nach Hause.

Japan mit nächster Sensation

Auch Spanien ging früh in Führung - Morata gelang in der 11. Minute nach Vorarbeit von Azpilicueta das 1:0. In weiterer Folge kontrollierte Spanien das Spiel und hatte zwischenzeitlich über 80% Ballbesitz. Insgesamt gab es dennoch wenig nennenswerte Chancen für den Favoriten. Da sich auch Japan offensiv nur selten gefährlich zeigte, ging es mit dem 1:0 in die Pause.

Doan leitet die Wende ein

Zur Halbzeit wurde bei Japan Ritsu Doan eingewechselt, der schon gegen Deutschland erfolgreich war. Und der Angreifer des SC Freiburg benötige nur drei Minuten, um den Ausgleich zu erzielen. Nur zwei Minuten später war der Ball erneut im Tor der Spanier. Da es zunächst schien, dass der Ball bereits im Toraus war, wurde der Treffer von Tanaka erst nach Videostudium gegeben. Spanien schien überrumpelt und tat sich in der zweiten Halbzeit sehr schwer, Chancen zu kreieren. Die einzig nennenswerte Möglichkeit vergab Olmo in der 90. Minute.

Am Ende blieb es beim 2:1-Sieg für Japan, das nach Siegen gegen Deutschland und Spanien verdient den Gruppensieg holte. Im Achtelfinale wartet Kroatien, Spanien trifft auf Marokko.

(Red.)

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