Trotz höherer Kosten: Diese Kassen werden nicht reformiert

AK fürchtet Einschränkungen.
AK fürchtet Einschränkungen. ©APA
Mit einer Zusammenlegung von Krankenkassen und Stellenabbau will die Regierung die Kosten im Gesundheitswesen drücken. Eine Milliarde soll in der Verwaltung eingespart werden. Doch die Kassen mit den höchsten Verwaltungskosten werden nicht angerührt.

Die Regierung setzt die Axt bei den Krankenkassen an: Die Zahl der Sozialversicherungsträger soll von 21 auf vier bis fünf sinken. Die neun Gebietskrankenkassen werden zu einer “Österreichischen Gesundheitskasse” (ÖGK) zusammengefasst. Beitragserhöhungen und Kündigungen in Folge der Umstrukturierungen schloss die Regierung aus. Das Vorhaben zählt zu den Wahlversprechen der Koalition.

AK warnt: Ärztliche Leistungen werden zurückgefahren

Wichtiges Element der Reform der Verzicht auf die Nachbesetzung von Stellen. Insgesamt arbeiten bei den Trägern rund 19 000 Mitarbeiter. Kritiker sprechen indes von einer “Entmachtung” der Länderkassen. So auch die Arbeiterkammer Vorarlberg in einem aktuellen Facebook-Posting. Die AK weist darauf hin, dass sowohl die Budget- als auch Personalhoheit künftig von Wien aus zentral wahrgenommen werde. “Die ärztlichen Versorgungsleistungen in den ländlichen Regionen werden unserer Ansicht nach mit Sicherheit zurückgefahren”, so die Konsequenzen aus Sicht der AK. Statt mehr Geld für die Patienten werde mehr Geld in die privaten Spitäler, die Pharmabranche und in die Krankenkassen der Beamten und Selbstständigen fließen, so die AK-Verantwortlichen.

Die Arbeiterkammer listet in ihrem Posting auch die Verwaltungskosten pro Versichertem je Krankenkasse auf. Diese betragen in der GKK Steiermark etwa 39,30 Euro pro Versichertem. In Vorarlberg liegen diese derzeit bei 54,60 Euro. Am meisten aber berappen die Burgenländer: hier fallen 74,10 Euro an.

Ebenso angeführt werden von der Ländle-AK auch die Kosten für jene Kosten für jene Kassen, die die Regierung keiner Reform unterziehen möchte. Bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft betragen die Verwaltungskosten pro Versichertem 105 Euro. Bei der Sozialversicherungsanstalt der Bauern sind es 148 Euro – und bei der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) sind es gar 157 Euro.

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