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Türkei: Gül fällt in Runde eins durch

Der gemäßigt islamische türkische Präsidentschaftskandidat Abdullah Gül hat am Freitag im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Mehrheit erhalten.

Im Parlament stimmten nur 357 Abgeordnete für den Außenminister, womit er die nötige Zweidrittelmehrheit um zehn Stimmen verfehlte. Ein zweiter Wahlgang ist für kommenden Mittwoch geplant. In der dritten Runde, die voraussichtlich am 9. Mai stattfindet, reicht dann die einfache Mehrheit.

Dennoch droht Gül ein juristisches Nachspiel: Die streng laizistisch orientierte Republikanische Volkspartei (CHP) ficht die Wahl an, da weniger als zwei Drittel der Abgeordneten am ersten Wahlgang teilgenommen haben. Die laizistisch orientierten Eliten einschließlich der einflussreichen Generalität werfen Erdogans AKP vor, die von Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk festgeschriebene Trennung von Staat und Religion unterlaufen zu wollen.

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