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Tritte gegen Kopf - 19-jähriger Kärntner wegen Mordes vor Gericht

Ein 19 Jahre alter Kärntner muss sich am kommenden Donnerstag wegen Mordes vor einem Geschworenensenat am Landesgericht Klagenfurt verantworten.

Der Bursche soll im Juni 2008 einen bereits am Boden liegenden, bewusstlosen Mann mit den Füßen mehrmals gegen den Kopf getreten haben.

Das Opfer ist inzwischen verstorben. Der Fall war bereits vor einem Jahr von einem Schöffengericht verhandelt worden, dieses erklärte sich jedoch wegen des Verdachts einer Tötungsabsicht für unzuständig und verwies damit den Fall an ein Geschworenengericht.

Die ursprüngliche Anklage im November 2008 hatte auf absichtlich schwere Körperverletzung mit Dauerfolgen gelautet. Das Opfer (39) war zu diesem Zeitpunkt im Wachkoma gelegen, ist jedoch in der Zwischenzeit verstorben. Nach der Bestätigung der Zuständigkeit eines Geschworenengerichtes durch den Obersten Gerichtshof (OGH) mutierte das Verfahren nun zu einem Mordprozess.

Im Vorjahr hatte der Angeklagte vor Gericht angegeben, sich an nichts mehr erinnern zu können. Er habe den ganzen Tag mit mehreren Leuten im “Park der Kärntner Schützen” in Klagenfurt Alkohol getrunken, außerdem Tabletten zu sich genommen und Cannabis geraucht. Sein Opfer habe er nur flüchtig gekannt und ihn um eine Zigarette gebeten – dabei soll es zu der Auseinandersetzung gekommen sein.

Der 19-Jährige soll den am Boden liegenden Mann mehrmals mit voller Wucht gegen den Kopf und in das Gesicht getreten haben. Sein schon damals beinahe sterbendes Opfer habe er einfach liegen lassen. Der 39-Jährige befand sich bis zu seinem Tod in dauerstationärer Behandlung auf der Geriatrie des Landeskrankenhauses Klagenfurt. Bei einer Verurteilung droht dem 19-Jährigen nun bis zu 20 Jahre Haft, vor dem Schöffensenat hätte die Höchststrafe zehn Jahre gelautet.

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