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Trio rittert um Super-Kombi-Sieg

Die Gewinnerinnen der drei Super-Kombinationen des vergangenen Winters sind auch jene Rennläu­ferinnen, über die in der laufenden Weltcupsaison der Sieg in diesem Bewerb führen wird.

Für den Erfolg in St. Moritz am Freitag werden die US-Amerikanerin Lindsey Vonn, die Deutsche Maria Riesch und die Schwedin Anja Pärson hoch gehandelt. Die Österreicherinnen haben nur Außenseiterchancen, die Tirolerin Nicole Hosp kämpfte zuletzt gegen eine Erkältung. Die Super-Kombi wird in St. Moritz mit Super-G und Slalom ausgetragen (10.45/13.45 Uhr/live ORF1).

Die Freundinnen Vonn (mit den Plätzen 1, 4 und 2) und Riesch (3, 6 und 1) zeigten bisher eine beeindruckende Slalom-Performance, in der Disziplinwertung liegen sie damit an den ersten beiden Positionen. Im bisher einzigen Super-G wurde die einstige Speed-Spezialistin Vonn Neunte, Riesch kam nur auf Platz 24. Die 27-jährige Pärson, Gesamtweltcupsiegerin von 2004 und 2005, landete im Lake-Louise-Super G an vierter Stelle und nähert sich auch im Slalom wieder alter Stärke an (7, 13, 5). Im Gegensatz zu den beiden Konkurrentinnen fehlt Pärson im WM-Winter noch ein Sieg, das letzte Mal hat sie am 9. März in Crans Montana gewonnen, eine Super-Kombination übrigens.

Österreich schickt ein großes Aufgebot in die Super-Kombination, außer Hosp kommt aber wohl keine rot-weiß-rote Läuferin für einen absoluten Spitzenplatz infrage. Die kränkelnde Bichlbacherin hat im Slalom viel Selbstvertrauen, bleibt zu hoffen, dass die Kraft auch für einen guten Super-G reicht, denn nach den Rennen in Spanien am vergangenen Wochenende hat sie drei Tage pausiert und erst Donnerstag wieder trainiert. Laut Auskunft von Roman Kneisl, der mit den österreichischen Technikerinnen in Jerzens arbeitete, ist der Start von Hosp am Freitag in St. Moritz fix. Auch Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser haben sich im Pitztal auf die vorweihnachtlichen Rennen vorbereitet.

Die im Vorfeld des Weltcup-Saison als potenzielle Mitstreiterin um den Gesamtweltcup gehandelte Steirerin Elisabeth Görgl peilt einen Top-Fünf-Platz an, das hat sie sich in diesem Winter generell zum Ziel gesetzt. Am Montag absolvierte sie nach eigenen Angaben ein gutes Super-G-Training, und auch im Slalom ist sie zuversichtlich. Ich habe sehr wenig Slalom trainiert, darauf lag auch nicht mein Schwerpunkt”, merkte die 27-Jährige an. “Ich schaue von Rennen zu Rennen und will das bringen, was ich von mir erwarte. Dass es natürlich immer schön wäre, zu gewinnen oder unter die besten Drei oder Fünf zu kommen, ist klar.”

Auf den “ungefähr dritten Slalomtag” kam am Donnerstag Andrea Fischbacher, die nach dem Abfahrtstraining noch Torlauf trainieren ging. Zufrieden wäre sie mit einer Kombi-Platzierung unter den besten Zehn. “Ich werde im Super-G voll angreifen und dann mal schauen, was im Slalom möglich ist. Rennen ist Rennen”, sagte sie. Viel Zuversicht aus dem Slalomsieg in Spanien geschöpft hat Maria Riesch: “Wen man um den Gesamtweltcup mitreden will, dann ist jedes Rennen wichtig. Der erste Platz in La Molina hat mir für den Kombi-Slalom natürlich enormes Selbstvertrauen gegeben. Das war ein Wahnsinn, es war ja schon lange her, seit ich einen Slalom gewonnen habe.”

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