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Tränen, Jubel und ein Kleid in Creme-Weiß

Die norwegische Prinzessin Märtha Louise hat am Freitag in Trondheim dem Schriftsteller und TV-Filmer Ari Behn unter Tränen ihr Jawort gegeben.

Die ältere Schwester von Kronprinz Haakon präsentierte sich bei ihrer Hochzeit mit dem bei vielen Norwegern als „Dandy“ verschrienen Autor ganz von ihrer weichen Seite. Während der kirchlichen Zeremonie suchte Märtha Louise zärtlich die Hand des Bräutigams, immer wieder liefen ihr Tränen über die Wangen.

„Die Welt ist schöner mit euch beiden“, rief der Trondheimer Bischof Finn Wagle dem Brautpaar in seiner Predigt zu und sah dabei einem ungewohnt ernsten Ari Behn in die Augen. Der 29-Jährige, ein Jahr jünger als die ihm nun angetraute Frau, hatte noch kurz vor dem Jawort in der ihm eigenen Art vor Journalisten geklagt: „Es ist doch eigentlich total ungerecht, dass ich das Brautkleid erst in der Kirche zu sehen bekomme.“

Was die 30-jährige Prinzessin dann dem Bräutigam, ihren Eltern, König Harald V. und Königin Sonja, sowie der neugierig wartenden Öffentlichkeit präsentierte, fiel überraschend konservativ aus. „Offwhite“ lautete die offizielle farbliche Zuordnung für das cremefarbene Kleid mit langen Ärmeln, einem drei Meter langen Schleier und den Buchstaben M und A als Schmuckstücke mit praktischer Funktion: Das A aus 18-karätigem Gold und mit Brillanten hielt die Jacke des von der Norwegerin Wenche Lyche entworfenen Kleides zusammen. Dazu trug sie ein von Perlen gekröntes funkelndes Diadem, sowie Ohrringe und eine Halskette mit großen Perlen.

„Eigentlich ein bisschen konventionell“, murmelte denn auch ein Fernsehkommentator und verwies darauf, dass Märtha Louise bei der Hochzeit ihres Bruder Haakon mit Prinzessin Mette-Marit vor neun Monaten in Oslo alle Experten durch ein betont freches Kleid mit geschnürtem Mieder begeistert hatte.

Die eigene Hochzeit aber ließen Märtha Louise und Ari Behn betont traditionsbewusst gestalten. Die Kirche war mit hunderten weißen und gelben Lilien geschmückt, die von vielen erwartete moderne Musik während der Trauungsfeier blieb aus, und rein modisch tat sich ausgerechnet die als „Seniorin“ unter diversen Prinzen und Prinzessinnen fungierende Königin Margrethe II. aus Dänemark mit einem knallgelben Kleid hervor. Zu den 500 offiziellen Hochzeitsgästen gehörten unter anderen Spaniens Kronprinz Felipe, der mit der schwedischen Kronprinzessin Victoria erschien, sowie der niederländische Kronprinz Willem-Alexander und seine Frau Maxima.

Schon vor der Hochzeitsfeier durften die interessierten unter den 4,5 Millionen Norwegern bestaunen, welch eigenwillige Eheringe aus Weißgold das neue Paar trägt: In dicken, altmodischen Buchstaben sind die Vornamen „Ari“ und „Märtha“ in den mit Brillanten besetzten Ringen eingraviert. Es dürfte nicht für jedermann zur Atmosphäre einer Prinzessinnen-Hochzeit passen, dass der norwegische Goldschmiede-Verband Werbung mit der Mitteilung machen konnte, man habe dem Paar die aufwendig gefertigten Ringe geschenkt.

Doch von der ansonsten immer wieder zu hörenden Kritik an allzu geschäftstüchtigem Gebaren von Märtha Louise und Ari Behn war nichts zu spüren, als das Paar nach der Trauung zu Fuß mit den Hochzeitsgästen auf schier endlos wirkenden roten und grauen Läufern 650 Meter durch Trondheim, Norwegens dritte größte Stadt, ging. Entspannt winkte das Paar der jubelnden Menge zu, was den Reporter der größten norwegischen Zeitung „Dagbladet“ an ganz andere Anlässe erinnerte: „Sonst werden nur Rockstars so gefeiert.“

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