Tragende Netze im Alter

6. Rheintaler Alterstagung vom 23. März verbindet Profi-Kompetenz und Laien-Kompetenz. Familienstrukturen verändern sich, der Anteil der älteren und pflegebedürftigen Menschen nimmt zu.

Ihre Pflege und Betreuung erfordert die Zusammenarbeit von Angehörigen, Freiwilligen und Profis. Die internationale Alterstagung vom 23. März, die u. a. vom PRO Team (Institut für Sozialdienste) organisiert wird, zeigt neue Wege auf.

(IfS-Pd) Bei der Rheintaler Alterstagung geht es nicht darum, ambulante und stationäre Altersbetreuung gegeneinander auszuspielen. Ganz im Gegenteil: Da die vollumfängliche Betreuung durch Profis schlicht unmöglich ist, sollen professionelle Pflege und Sozialzeit-Engagement von Familie und Ehrenamtlichen Hand in Hand gehen. Die Grenzen sollen durchlässiger werden, ambulante und stationäre Betreuung sollen sich ergänzen. Das Pflegeheim muss nicht Endstation, es kann auch Übergangslösung sein, bevor alte Menschen in ihre vertraute Umgebung und damit in den Zuständigkeitsbereich der ambulanten Dienste zurückkehren.

Profis und Laien

Die Alterstagung richtet sich an Freiwillige in der Altersarbeit, an Angestellte im stationären, teilstationären und ambulanten Bereich, an Seniorinnen und Senioren, Interessierte und politische Entscheidungsträger. Sie zeigt die Chancen der Profi- und der Laien-Arbeit in der Altersbetreuung und Pflege auf. Sie fragt nach den unterschiedlichen Bedürfnissen von alten Menschen und entwickelt Modelle erfolgreicher Vernetzung von Pflege und Betreuung durch Profis und Laien. Einen besonderen Fokus richtet sie auf die nötigen Rahmenbedingungen, damit Angehörige und Menschen im Sozialzeit-Engagement die für die Gesellschaft notwendigen Aufgaben motiviert und gesund wahrnehmen können.

Angehörige entlasten

Im Rahmen der 6. Rheintaler Alterstagung werden Fachpersonen zu interessanten Themenbereichen referieren. Vreni Spoerry, Stiftungsratspräsidentin Pro Senectute Schweiz, und Christoph Bürgi, Stiftungsratspräsident Pro Senectute St. Gallen, sprechen über Lebenssituationen in der dritten und vierten Lebensphase. Wie Angehörige entlastet werden können, verrät Erika Geser-Engleitner, Hochschullehrerin für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Fachhochschule Vorarlberg, während Reto Eugster und Annegret Wigger von der Hochschule für angewandte Wissenschaften FHS St. Gallen Wege der Professionalisierung aufzeigen. Zwischendurch demonstriert der St. Galler Mental- und Motivationstrainer Manfred Gehr-Huber mit konkreten Übungen, wie sich das „Feuer des Engagements“ erhalten lässt.

Hinter der Rheintaler Alterstagung vom Freitag, 23. März 2007, im Hotel Metropol, Widnau, stehen die Pro Senectute Rheintal, das PRO Team für Nahraum und Gemeinwesenentwicklung, Vorarlberg und die Stiftung Liechtensteinische Alters- und Krankenhilfe LAK.

Nähere Infos unter www.alterstagung.org

 

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