Tote bei Bombenserie in Tschetschenien

Bei einer Serie von fünf Selbstmordanschlägen sind in der russischen Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden. Nach ersten Angaben der Behörden fuhren die Attentäter am Freitag mit Fahrrädern gezielt auf Polizeistreifen zu und sprengten sich dann in die Luft. Dabei wurden vier Polizisten und ein Zivilist getötet.

Drei weitere Menschen wurden bei den offenbar koordinierten Anschlägen am Freitag im Zentrum der Hauptstadt Grosny verletzt, wie das Notfallministerium mitteilte. Erst am Montag waren in der benachbarten Republik Inguschetien bei einem Selbstmordanschlag in der Stadt Nasran mindestens 25 Menschen getötet und mehr als 160 verletzt worden. Ein islamistischer Untergrundkämpfer hatte im Hof des Nasraner Polizeihauptquartiers einen mit 400 Kilogramm beladenen Kleinlaster explodieren lassen.

Die Gewalt zwischen russischen Einheiten und den islamistischen Rebellen hat deutlich zugenommen. Dabei starben zuletzt auch hochrangige Staatsbeamte und Menschenrechtler. Die Untergrundkämpfer streben eine Loslösung von Moskau und ein unabhängiges “Kaukasus- Emirat” an. Nach zwei Kriegen gibt es in Tschetschenien zwar keine größeren Kampfhandlungen mehr, die anhaltenden Spannungen haben aber auf die angrenzenden Regionen übergegriffen.

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