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Tote bei Überfall auf christlichen Verlag

Bei einem Überfall auf einen kleinen Verlag für christliche Schriften im Osten der Türkei sind am Mittwoch mindestens drei Menschen getötet worden.

Die Angreifer hätten den Mitarbeitern des „Zirve“-Verlages in Malatya die Kehlen durchgeschnitten, sagte Gouverneur Halil Ibrahim Dasöz im Fernsehsender CNN Türk. Es handelte sich bei den Opfern um zwei Türken und einen Deutschen. Ein vierter Mann sei nach einem Sprung oder Sturz aus dem Fenster schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. ©©©Die Angreifer hatten die Opfer ermordet, nachdem sie auf Sesseln sitzend an Händen und Füßen gefesselt worden waren, berichtete der Gouverneur der im Südosten des Landes gelegenen Provinz. Nach der Entdeckung der Leichen wurden mindestens vier Verdächtige festgenommen. Auch der Verletzte vor dem Haus könnte zu den Angreifern gehört haben, sagte der Provinzgouverneur.

Zu den möglichen Motiven äußerte sich der Gouverneur nicht. Mehrere Fernsehsender berichteten übereinstimmend, der Verlag sei in der Vergangenheit mehrmals von Rechtsnationalisten bedroht worden. Der im dritten Stock eines Hauses gelegene Verlag habe christliche Literatur und Kreuze verkauft, berichteten türkische Medien.

Wegen des Verkaufs christlicher Bücher in der Stadt war dem Nachrichtensender NTV zufolge in der Lokalpresse seit längerem eine Debatte entbrannt. Die Verbreitung christlicher Literatur und christlicher Symbole wird von türkischen Extremisten als verbotene Missionsstätigkeit angesehen.

Die Furcht vor christlichen Missionaren ist vor allem bei Nationalisten in der zu 99 Prozent muslimischen Türkei weit verbreitet. Sie werfen den Missionaren vor, die Einheit des Landes zu untergraben. Anfang vergangenen Jahres war in der Schwarzmeerstadt Trabzon der italienische katholische Priester Andrea Santoro von einem Minderjährigen erschossen worden. Zudem war im Jänner der der kritische türkisch-armenische Journalist Hrant Dink erschossen worden. Dink stammte aus der Stadt Malatya.

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