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Topscorer kommt zum Meister

Am Freitag wurde in Lustenau bei der Abschlussfeier der Meistertitel begossen. Drei Tage später platzte die Transferbombe des Jahres: Tommy Kiviaho, Nummer eins der Nationalliga-Punktewertung stürmt in der nächsten Saison für den Meister.

Kiviaho verbuchte 85 Zähler gegenüber Jouko Myrrä mit 79 auf Platz zwei, der aber zehn Spiele mehr absolvierte.

Die Dornbirn Bulldogs hatten sich aus finanziellen Gründen von dem brandgefährlichen Finnen getrennt, schon vor Wochen war der 34-Jährige von den Zeller Eisbären als Verpflichtung gemeldet worden. “Stimmt gar nicht”, weiß Lustenau-Obman Werner Alfare, “das war nie fix, wie mir mein Kollege Albert Herzog bestätigt hat. Wir haben zuerst gewartet, ob Dornbirn Kiviaho behalten will, und dann offiziell angefragt. Die finanziellen Rahmenbedingungen passen durchaus in unser Budget.”

Myrrä oder Saarinen?
Wobei die Verpflichtung des Finnen einen seiner Landsleute – nämlich Myrrä oder Saarinen – den Job wird. “Kiviaho hat in Dornbirn Flügel gespielt, war davor in Norwegen lange als Center im Einsatz. So einen universellen Stürmer können wir gut brauchen”, so Afare, der noch nicht bekann gab, wer nicht weiter verpflichtet wird. Saarinen, der übrigens dem gleichen Manager wie Kiviaho vertraut, soll ein Angebot aus der dänischen Liga vorliegen haben.

Verteidiger Tero Paappanen ist kein Thema, dafür könnte es mit dem zuletzt verletzten Kanadier Mark Gouett klappen. Alfare: “Die Gespräche waren positiv, er will sich erst mit dem Manager beraten und wird uns dann Bescheid geben.”

Alles hat seine Grenzen
Raimund Ganahl, Präsident des EC Dornbirn, über den Kivaho-Transfer, Sponsortätigkeit und Legionäre.

VN: Tut es weh, dass Tommy Kiviaho beim Lokalrivalen in Lustenau gelandet ist?
Raimund Ganahl: “Nein. Er bekam von uns ein ordentliches Angebot. Und zwar zwei Mal. Zuerst war aber Zell am See attraktiver. Als er dort nach einem Trainerwechsel eine Absage bekam, haben wir uns letzte Woche nochmals unterhalten. Es wurde nachgebessert, aber alles hat seine Grenzen.”

VN: Dass Sie mit Ihrer Firma Trend nicht mehr als Sponsor in Lustenau auftreten hat aber nichts mit dem Transfer zu tun?
Raimund Ganahl: “Das war schon vorher beschlossene Sache. In Dornbirn war es so manchem ein Dorn im Auge, dass ich auch den EHC Lustenau unterstützt habe.”

VN: Wann werden in Dornbirn die beiden Legionärspositionen besetzt?
Raimund Ganahl: “Das hat keine Priorität. Die Auswahl bei den Legionären ist gewaltig groß. Mir war wichtig, dass alle Jungen wie Woger, Grafschafter, Herburger unter Dach und Fach gebracht wurden. Mit Patrick Ganahl haben wir ein weiteres großes Talent verpflichtet – das ist die Zukunft unseres Klubs.”

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