"Top Gear" vor dem Aus - Jeremy Clarkson von BBC geschasst

Hat sich mit seinem Ausraster selbst ausgebremst: Jeremy Clarkson.
Hat sich mit seinem Ausraster selbst ausgebremst: Jeremy Clarkson. ©EPA
London. Jeremy Clarkson (54), schillernder Moderator der Auto-Kultsendung "Top Gear", muss aufhören. Sein Vertrag werde nicht verlängert, teilte die BBC am Mittwoch mit. Das ist das Ergebnis der internen Untersuchung, nachdem Clarkson einen Mitarbeiter angegriffen hatte.

Clarkson war bereits seit Anfang März suspendiert, weil er mit einem Mitarbeiter in Streit geraten war und gegen den Mann sogar handgreiflich wurde.

Vom Moderator selbst gab es zunächst keine Stellungnahme, jedoch änderte er am Mittwoch Nachmittag seinen Status auf Twitter (@JeremyClarkson):

"Ich war ein Moderator der BBC2-Autoshow, Top Gear." ©“Ich war ein Moderator der BBC2-Autoshow, Top Gear.”

Wurstplatte statt Steak: Jeremy Clarkson rastet aus

Clarkson habe seinen Kollegen so hart angegriffen, dass dieser sogar in die Krankenhaus-Notaufnahme musste, sagte BBC-Generaldirektor Tony Hall. Hinzu seien verbale Ausfälle Clarksons “extremer Natur” gegen den Mitarbeiter gekommen. “Für mich wurde eine Linie überschritten”, sagte Hall. Er habe keine andere Wahl gehabt.

In dem Streit soll es ums Essen gegangen sein: Weil Clarkson zu spät ins Hotel zurückkehrte, gab es statt warmer Küche nur noch kalte Wurstplatte.

“Top Gear” soll weiter gehen

Die Serie, in der Fahrzeuge aller Art getestet und bewertet werden und Experten miteinander “Benzingespräche” führen, gilt in Großbritannien und weit darüber hinaus als Kult unter Autofans.

Weltweit hat sie bis zu 350 Millionen Fans, darunter fünf Millionen im Heimatland Großbritannien. Die verbleibenden Sendungen der unterbrochenen Staffel sollen laut BBC noch ausgestrahlt werden. Inzwischen werde beraten wie die finanziell höchst erfolgreiche Show weitergeführt werden könne – ohne Clarkson, aber mit den Co-Moderatoren James May und Richard Hammond.

James May: “Well, appereantly they have shot him”

Von Reportern an seiner Haustür darauf angesprochen, ob er die Vorgehensweise der BBC für angemessen halte, meinte James May dem Sender “sind wohl die Hände gebunden gewesen.” Zu seiner eigenen Zukunft als “Top Gear”-Moderator äußerste er sich äußerst zurückhaltend:

»“Ähm, dazu möchte ich nicht allzu viel sagen, aber ich denke dass wir drei ein Gesamtpaket sind. Es funktioniert aus sehr komplizierten Gründen, die viele Menschen nicht wirklich verstehen. Darüber will also sehr sorgfältig nachgedacht sein… So sehr ich ihn auch für einen A… halte – ich arbeite recht gern mit Jeremy.”«
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