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Todesstrafen in indonesischem Drogenprozess

Indonesien - Das Oberste Gericht Indonesiens hat neun Mitglieder eines Drogenhändlerrings, darunter einen Franzosen und einen Niederländer, zum Tod verurteilt.

Damit verschärfte das Gericht das Urteil einer früheren Instanz, berichteten lokale Medien am Mittwoch.

Im November waren lediglich die beiden indonesischen Bandenchefs zum Tod verurteilt worden. Die übrigen Männer waren zu Gefängnisstrafen, der Niederländer und der Franzose zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Gegen diese Entscheidung hatten die Angeklagten Berufung eingelegt.

Der Anklage zufolge hatte die Bande im Westen der Insel Java eine Fabrik zur Produktion von Ecstasy betrieben und rund 300.000 Tabletten pro Woche hergestellt. Nach Angaben der Polizei war es die größte Anlage dieser Art in Südostasien. Im November 2005 hatten Ermittler das Labor ausgehoben und die Männer verhaftet. Das Gericht begründete das Urteil mit den Kenntnissen der Männer in der Drogenherstellung. „Das oberste Gericht meint, das sei ein ernste Bedrohung folgender Generationen“, sagte ein Sprecher. Blieben sie am Leben, könnten sie anderen ihr Wissen weitergeben.

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