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Titelhamster hat noch nicht genug

Österreichs Parade-Keeper Reinhard Divis genießt nach langer und erfolgreicher Eishockeysaison mit seiner Familie die Zeit daheim in Thüringen.

“Ich freue mich wahnsinnig, endlich wieder mal länger bei meiner Frau und den Kindern zu sein“, so Reinhard Divis (34), der noch vor knapp zehn Tagen bei der WM der Division 1 in Tilburg (NED) das österreichische Tor hütete. Und beim sofortigen Wiederaufstieg in die A-Gruppe war er, mit nur fünf Gegentreffern in fünf Spielen, ebenso erfolgreich wie in der laufenden Meisterschaft.

Die Erfolgsbilanz

Denn der gebürtige Wiener, der mit seiner Familie in Thüringen lebt, holte sich mit Salzburg, wie schon 2007 und 2008, den Meistertitel in der Bundesliga. Und als Draufgabe sicherten sich die Bullen heuer den Continental-Cup. Zudem holte er 2009, bei einem zwischenzeitlichen Abstecher bei Färjestads BK, den Titel in der schwedischen Eliteliga. Aber das ist nur ein Teil der beeindruckenden Erfolgsbilanz des sympathischen 34-Jährigen, der seine Profi-Karriere 1993 bei der VEU-Feldkirch begann.

Tolle Zeit bei der VEU

“An Feldkirch hängt mein Herz, ich hatte eine tolle Zeit bei der VEU. Der Euroliga-Sieg ist sicher mein bisher größter Erfolg, denn wir haben die stärksten Mannschaften Europas geschlagen“, erklärt Divis, der nach den finanziellen Turbulenzen bei der VEU zunächst zwei Jahre in Schweden (Leksands IF) spielte und dann als erster Österreicher überhaupt, ab 2001 bei den St. Louis Blues in der NHL spielte. Aus familiären Gründen kam Divis 2006 endgültig zurück nach Österreich und heuerte bei Salzburg an. “Bis auf die letzten zwei Jahre waren meine Frau Sandra und die Kinder Dominic (12) und Nicole (9) immer bei mir, unter anderem wegen des dauernden Schulwechsels bleiben sie jetzt aber in Vorarlberg. Da Eishockey mittlerweile ein Ganzjahressport ist – in Salzburg beginnt nächste Woche wieder das Training – bleibt sehr wenig Zeit für die Familie.“

“Meine Leidenschaft“

Die wird sich allerdings noch ein wenig gedulden müssen, denn ein Karriereende ist noch nicht in Sicht. “Ich spiele immer noch gerne Eishockey, es ist meine Leidenschaft“, gibt der Olympiateilnehmer von Nagano (1998) und Salt Lake City (2002) preis. Und natürlich möchte “Reini“ bei der A-WM 2011 in der Slowakei zwischen den Pfosten stehen und sein 100. Länderspiel absolvieren.

Wie der Vater so der Sohn

Wo er jedoch in der nächsten Saison spielt ist noch ungewiss, sein Manager sondiert momentan die Angebote (unter anderem von den Vienna Capitals). “Das bespreche ich dann mit meiner Frau, die Entscheidung überlässt sie aber mir“, so der Familienmensch, dessen bald 13-jähriger Sohn Dominic bei der FBI VEU Feldkirch das Tor hütet. In einigen Jahren könnte er also in die Fußstapfen seines Vaters treten. Doch die Möglichkeit, dass der Name Divis schon etwas früher auf einem Spielbericht der VEU-Kampfmannschaft steht ist durchaus gegeben, denn der Parade-Keeper kann sich durchaus vorstellen zum Abschluss seiner Karriere in Feldkirch zu spielen.

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