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Tischrunde adé: Neue Modelle für die Erstkommunion in Vorarlberg

©VN Edith Hämmerle
Auf die Erstkommunion werden viele Kinder in Vorarlberg durch Tischrunden vorbereitet. Neuerdings gibt es Pfarren, in denen dieses klassische Modell nicht mehr funktioniert. Ute Thierer ist Theologin und Fachreferentin bei der Katholischen Kirche Vorarlberg und klärt über die neuen Modelle auf und warum es diese braucht.

Die Erstkommunion ist eines der drei Sakramente, durch die ein junger Mensch in die Kirche eingegliedert wird. Der nächste “Weiße Sonntag” ist in vielen Vorarlberger Pfarrgemeinden am 28. April 2019, zum Teil auch später. (Termine für Vorarlberg) Die Organisation für den Empfang der heiligen Kommunion ist bereits gestartet und gestaltet sich zunehmend schwieriger, vor allem wenn es um die Tischrunden geht.

Dabei ist die Pfarre meist auf freiwillige Helfer angewiesen. Doch trotz der Unterstützung vieler Eltern und Ehrenamtlicher ist eine Durchführung nicht immer einfach. Ute Thierer ist für die Kinderliturgie, Jungschar und Minis zuständig. Damit fällt auch die Erstkommunion in ihren Aufgabenbereich. Sie erklärt, wie das klassische Modell der Tischrunden aussieht, was den Kindern dabei vermittelt werden soll und warum es mittlerweile Pfarren gibt, in denen alternative Modelle benötigt werden.

Erstkommunion mit Tischrunden

Das klassische Modell ist jenes der Tischrunden. In Kleingruppen werden die Kinder auf den Empfang des “Leib Christi” vorbereitet. Diese Termine werden im Regelfall von einem Elternteil eines teilnehmenden Kindes geleitet. Im Vorfeld wird die Mutter oder der Vater von den Mitarbeitern der Pfarre geschult.

Gründe für die neuen Modelle

Doch das Modell mit den Tischrunden nimmt einiges an organisatorischen und zeitlichen Aufwand in Anspruch. Da wird zunehmend zum Problem. Es finden sich immer weniger Eltern, die sich bereit erklären eine Tischrunde zu leiten. Zudem verlaufen die Pfarrgemeindegrenzen anders als die Schulsprengel. Daher kennen sich die Kinder untereinander oftmals nicht. In Hard ist die Anzahl an jungen Erstkommunikanten eine zusätzliche Herausforderung. Darum hat sich die Pfarre hier auf ein anderes Modell verständigt. Auch in der Pfarre Mariahilf in Bregenz läuft der Hase etwas anders.

So funktioniert es in Hard und Mariahilf

In Mariahilf in Bregenz gibt es nur mehr Großgruppentreffen. Eltern können sich nach Wunsch weiterhin inhaltlich einbringen. In Hard wurde die Vorbereitung zur Erstkommunion ganz neu aufgestellt. Bei den Weggottesdiensten, wie sie es bezeichnen, werden die Kinder in den Gottesdienst eingeübt. Natürlich ersetzen die neuartigen Modelle nicht die Tischrunden. In vielen Gemeinden bleibt das klassische Modell bestehen, weil sich viele Eltern dafür aussprechen und sich an der Vorbereitung beteiligen. (VOL.AT)

 

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