Tiroler Lechtal rückt näher ans Ländle

An der Landesgrenze wird ein gefährlicher und kurvenreicher Straßenabschnitt verkürzt und entschärft.

Warth, Steeg. (stp) Seit Beginn der Sommersaison ist die Verbindung zwischen Warth und dem Tiroler Lechtal erheblich behindert. Von Montag bis Donnerstag ist die Straße täglich in drei Blöcken insgesamt fünfeinhalb Stunden generell gesperrt, die restliche Zeit gibt es bei der Baustelle in Lechleiten einen ampelgeregelten Gegenverkehrsbereich. Gebaut wird bis Wintereinbruch – dann wird die Baustelle eingestellt und soll im Sommer 2015 weitergeführt und abgeschlossen werden.

Teilstück vor der Grenze

Für den Tourismus im Tiroler Lechtal ist die Anbindung an das Skigebiet Warth-Schröcken lebenswichtig – deshalb wurde der Tiroler Teil der Lechtalstraße in den 70er- und 80er-Jahren großzügig ausgebaut. Über weite Strecken wurde dabei auch die Trassenführung komplett geändert. Ausgespart von dieser Modernisierung blieb der Abschnitt an der Grenze. Dort wurde viele Jahre über eine Hochbrücke nachgedacht, mit der der Verkehr in luftiger Höhe von Lechleiten nach Warth geführt werden sollte. Verlockender Vorteil: erhebliche Verkürzung des Straßenabschnitts, mehr Sicherheit und Komfort. Das Teilstück vor der Grenze blieb deshalb unangetastet – nur etwa fünf Meter breit, mit engen, unübersichtlichen Kurven. Unfallträchtigkeit kam hinzu und vor allem im Winter sorgte dieser Straßenzustand immer wieder für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Als sich alle Verhandlungen mit dem Nachbarbundesland Vorarlberg über eine Brücke endgültig zerschlagen hatten, suchten die Tiroler eine kleine Lösung für diesen Straßenabschnitt. Wegen der gravierenden Eingriffe ins Landschaftsbild durch die geplante Grenzbrücke hatte die Vorarlberger Landesregierung dem Projekt nach eingehender Prüfung eine Absage erteilt.

Straßenverkürzung

Die kleine Lösung beschränkt sich jetzt darauf, die Straße im Bereich des No-Tobels zu verkürzen, indem die neue Trasse über einen Damm geführt wird, der das kleine Tobel des Lechleitenbachs abschneidet. Das Material für die Dammschüttung wird vor Ort gewonnen: eine Felsnase wird abgetragen und damit gleich noch eine weitere unübersichtliche Kurve abgeflacht. Die Straßenbreite wird von derzeit 5 bis 5,5 Meter auf künftig sieben Meter ausgebaut.

Verbesserung für Fußgänger

Mit Investitionen von 2,65 Millionen wird der Straßenabschnitt aber nicht nur für die Autofahrer komfortabler gestaltet, auch an die Fußgänger wird gedacht, denn in diesem Streckenabschnitt werden deutliche Verbesserungen umgesetzt. Die Kreuzung der Lechtalstraße mit der Lechleitner Straße wird dem Stand der Technik angepasst. Außerdem wird die Lechleitner Straße bis zur ersten Kehre ausgebaut. Im Kreuzungsbereich entsteht eine neue Busbucht. Bis zur Zufahrt nach Gehren wird ein Gehweg errichtet.

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