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Tipps zur Einbruchsvorsorge

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Ein Albtraum: Vom Urlaub zurück in die leergeräumte Wohnung. Allianz Schadenchef Gerhard Bernard gibt Tipps, wie man sich mit einfachen Mitteln gegen ungebetene Eindringlinge schützen kann.

Stellen Sie sich vor, Sie machen sich einen netten Abend bei Freunden und sehen gemeinsam ein spannendes WM-Spiel an. Allein während dieser 90 Minuten wird irgendwo in Österreich 25 Mal eingebrochen. Was kann da erst passieren, wenn Sie in den wohlverdienten Urlaub abrauschen und die Wohnung zwei Wochen lang unbewohnt ist?

In den vergangenen Jahren ist ein dramatischer Anstieg der Einbrüche zu verzeichnen. Waren es im Jahr 2003 zum Beispiel noch rund 97.000 Einbruchsdiebstähle, wurden 2005 bereits mehr als 137.000 Fälle angezeigt, das ist eine Steigerung von über 40%! Dabei wird im Durchschnitt ein Schaden von rund 3.500 Euro angerichtet.
Hauptsaison für Einbrecher ist die Urlaubszeit. Eine Zeit, auf die sich nicht nur unbescholtene Bürger, sondern auch Ganoven freuen. Denn während Sie im Urlaub sind, können sich Einbrecher in aller Ruhe ans Werk machen.

Einbrechern das Leben schwer machen
Bei einem Drittel aller Einbrüche bleibt es allerdings beim Versuch. Meist scheitern Einbrecher an sicherungstechnischen Einrichtungen. Das bestätigt auch Gerhard Bernard, Schadenleiter der Allianz: “Wir haben es immer wieder mit Serieneinbrüchen zu tun, bei denen Wohnhausanlagen systematisch von Dieben heimgesucht werden. Dort, wo Sicherheitsvorrichtungen sichtbar angebracht sind, versuchen sie es erst gar nicht.”

Die wichtigsten Schwachstellen
Schwachstelle Nr. 1 bei Ein- und Mehrfamilienhäusern sind Terrassen- und Balkontüren sowie Fenster. Das kommt wahrscheinlich daher, dass Bewohner ihre Eingangstür besser sichern als ihre Fenster. Das heißt aber nicht, dass die Tür vernachlässigt werden darf, denn der Täter sucht sich immer die größte Schwachstelle aus. Wann üben Einbrecher ihr Handwerk aus? Die Spitzenzeiten bei Einbrüchen liegen zwischen 10 Uhr und 12 Uhr sowie zwischen 16 Uhr und 20 Uhr, egal um welchen Typ von Haus es sich handelt. Wichtig zu wissen ist auch, dass 78% der Einbrüche am Tag zwischen 8 Uhr und 22 Uhr passieren. Bei Einfamilienhäusern warten viele Täter lieber, bis es dunkel wird. Eine echte eigene Urlaubszeit kennen Einbrecher nicht.

Unbewohnte Gebäude locken Diebe an …
… und bewohnt erscheinende Häuser werden gemieden. Daher ein einfacher Tipp: Signalisieren Sie Anwesenheit. Ersuchen Sie Nachbarn oder Freunde, regelmäßig den Briefkasten zu leeren. Lampen und ein Radio können vor Urlaubsantritt mit einer Zeitschaltuhr verbunden werden. Neuere Modelle erlauben sogar einen Zufallsbetrieb, was ziemlich realistisch die Anwesenheit von Menschen in der Wohnung suggeriert. Um einen Polizeieinsatz zu verhindern, sollten allerdings die Nachbarn von dieser Sicherheitsmaßnahme informiert werden.

Gaunerzinken weisen den Weg
Ab und zu hinterlassen Gauner unscheinbare Signale an den ausspionierten Wohnungen, sogenannte “Gaunerzinken”. Das sind grafische Hinweise, die an Türschlössern, Gartenzäunen oder Hauswänden hinterlassen werden und nachkommende Diebe darauf aufmerksam machen, dass es im Haushalt was zu holen gibt, dass nur Frauen oder alleinstehende Personen im Haus sind und Ähnliches. “Hier gilt besondere Vorsicht”, so Bernard. “Wenn Sie Gaunerzinken im Umfeld Ihrer Wohnung entdecken, rufen Sie sofort die Polizei! Sicher ist sicher!”

Kuratorium für Verkehrssicherheit: Tipps zur Einbruchsvorsorge:
www.kfv.at/index.php?id=52

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