Tipps für den Nachzipf

Ein Lernplan, genügend Pausen und Erholung sowie eine Defizitanalyse - das ist laut Psychologen des Unterrichtsministeriums das Um und Auf beim Lernen für den Nachzipf. Wichtig ist, zunächst ein paar Tage bis wenige Wochen auszuspannen und Abstand zu gewinnen

Dann sollten die Ursachen für das “Nicht Genügend” im Zeugnis gesucht und ein Marschplan erstellt werden, wie der Stoff bewältigt werden kann. Grundsatz: Langsam beginnen und, je näher die Nachprüfung rückt, das Lernen intensivieren. Erholungsphasen dürfen aber auch im Endspurt nicht fehlen.

Beim Lernrhythmus sollte man sich laut den Bildungspsychologen am besten am gewohnten Schulalltag orientieren: Die Wochenenden und der Nachmittag sollten grundsätzlich für Freizeit und Ferienvergnügen reserviert sein. Vormittags wird in Einheiten von zwei bis drei Stunden oder zweimal eineinhalb Stunden mit Pause gelernt. Erst wenn die Prüfung näher rückt, sollte man das Lernen auf vier Stunden pro Tag ausdehnen und – um sich auf die Stresssituation einzustellen – auch unter Zeitdruck arbeiten. Im Idealfall sollte in dieser Phase kein neuer Stoff mehr eingeprägt, sondern vor allem wiederholt werden – das kann durchaus auch im Grünen passieren. Stehen zwei Nachprüfungen an, muss der Schüler dementsprechend mehr Zeit pro Tag investieren. Dabei sollte immer wieder kontrolliert werden, ob man noch im selbst erstellten Zeitplan liegt.

Allerdings sollte auch nach Lernbeginn nochmals eine reine Ruhephase eingelegt werden: So könnte sich der Schüler nach der Zeugnisverteilung zwei Woche Ruhe gönnen, dann zwei Wochen lernen, wieder zwei Wochen pausieren und schließlich in den verbleibenden drei Wochen mit steigender Intensität büffeln. Der häufigste Lernfehler bei Nachprüfungen laut den Psychologen: Die ganzen Ferien verstreichen lassen und erst in den letzten Wochen Tag und Nacht strebern.

Wer sich Unterstützung von Nachhilfe-Profis holt, sollte bei schweren Lerndefiziten auf Einzelunterricht setzen. Gruppenunterricht kann unterdessen motivieren, weil der Schüler merkt, dass er sich nicht allein in dieser Situation befindet. Eltern und Freunde sollten vor allem Optimismus verbreiten – und auch vermitteln, dass es in Ordnung ist, wenn man eine Klasse wiederholt.

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