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Tinder, Sexdates & Rollenspiele: Wie findet man den passenden Liebhaber?

Nina Wagner - Bloggerin, Berlinerin, Buchautorin
Nina Wagner - Bloggerin, Berlinerin, Buchautorin ©Nadine Kunath/imgegenteil.de
Nina Wagner – Bloggerin, Berlinerin & neuerdings Buchautorin – scheint zu wissen, wie der Hase läuft. In ihrem am 1. September erschienenen Buch mit dem aussagekräftigen Namen „Fucking good“ plaudert die junge Schöne munter aus dem Nähkästchen. Erst kamen die "Feuchtgebiete", dann "Shades of Grey" und jetzt "Fucking good". Muss man das gelesen haben? Nun – warum nicht?

Die Buchbeschreibung liest sich vielversprechend offenherzig und wer immer schon mal wissen wollte, wie ein erfülltes Sexleben unter ständigem „Performance-Druck“ funktioniert, dem könnte das Büchlein eine gewisse Orientierungshilfe geben. Wer dem Selbstoptimierungswahn noch nicht verfallen, also womöglich auch einfach schon zu alt dafür sein sollte, oder nicht so sehr auf intime Details steht, dem sei eher abgeraten.

Head of Sexy Times

„im gegenteil“ heißt der Blog, bei dem Nina Wagner ihre schriftstellerische Karriere startete und bei dem sie völlig zu Recht auch heute noch die Position „Head of Sexy Times“ ihr Eigen nennt. Das Online-Magazin porträtiert wöchentlich Singles – mit dem Gedanken, diese an den Mann bzw. an die Frau zu bringen – und berichtet über das Großstadtleben als Single/Mingle/Couple – von den ersten Dates über Affären bis hin zur Eheschließung. Dort passen die Texte der modernen, derzeit ungebundenen und so ganz und gar nicht verklemmten Nina extremst gut hinein. Hier schreibt sie über Blowjobs, Rollenspiele, anonyme Sexdates, Dreier, Bondage und echten SM. Völlig frei, ungehemmt und – je nachdem wie man es sieht – wunderbar oder auch erschreckend offen.

Von Tinder, Online-Dates & wilden Nächten

Weil ihre Texte im Blog so großen Anklang fanden, entstand das Buch, in dem Nina Wagner über ihre sexuellen Erfahrungen mit der Dating-App “Tinder” erzählt. Denn: Das segensreiche Internet hilft nicht nur dabei, Informationen zu sammeln oder sich Pakete voller hübscher Dinge nach Hause schicken zu lassen – heutzutage erleichtert es sogar den Sex. Genauer gesagt: Sexdates zu haben, ist so einfach wie nie zuvor – Tinder sei Dank. Doch eines vorweg: Auch echte Beziehungen und Freundschaften sollen sich hier entwickeln können – auch das hat Nina erlebt. In “Fucking good” geht es aber, wie der Name schon sagt, vor allem um eines – und das wird schamlos offen & radikal beschrieben.

“Entweder wir treffen uns jetzt zum Sex – oder ich bin weg”

Sätze wie diese waren aber selbst der toughen 28-Jährigen zu plump, wie sie im Interview mit dem Schweizer Tagesanzeiger gestand. Denn genau das bekam sie auf Tinder auch zu hören bzw. zu lesen. “Jeder ist austauschbar, es geht sehr schnell, die Person hinter dem Profil ist nicht so wichtig. Wenn etwas nicht passt, geht man einfach ans nächste Date, weil man auf einmal eine größere Auswahl hat” merkt Nina kritisch an. Deswegen hat sie letztendlich auch aufgehört – allerdings erst, nachdem sie all die schrägen, wunderbaren, eigen- oder auch mal etwas abartigen Erfahrungen gesammelt hatte, die sich in “Fucking good” wiederfinden.

Und ist das Buch nun wirklich lesenswert? imgegenteil.de bringt es auf den Punkt: “Nina Wagner kann 1. richtig unterhaltsam schreiben, 2. richtig gut mit Männern und Frauen, 3. dir noch so manches beibringen.”

Wer Lust bekommen hat, “Fucking good” zu lesen – hier kann man es sich schnell & überaus diskret nach Hause liefern lassen.

 

(ls/Red.VOL.AT)

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