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Tierhilfe Vorarlberg: Ehemaliger Vizeobmann droht mit Prozess

©VOL.AT/Paulitsch/Rauch
Die Fronten rund um den Gnadenhof Bozenau bleiben verhärtet. Der ehemalige Vizeobmann Joachim Kek wirft dem Vereinsobmann Rudi Längle unerlaubte Überweisungen vor. Sowohl beim Land wie beim Verein hält man entgegen.
Rudi Längle: "Bin kein Schweinemörder"

Die Vorwürfe von Kek sind nicht neu: So würde laut seinen Darstellungen von den Vereinskonten Zahlungen fließen, die keinen direkten Zusammenhang mit dem Verein hätten. Auch würden die Tiere zu wenig Freilauf erhalten und nicht, wie es Sinn des Vereins wären, an gute Orte weitervermittelt werden.

Landtag behandelte Gut Bozenau

Die Liste der Vorwürfe hat es Anfang März auch den Landtag erreicht. So verlangte die NEOS diesbezüglich Auskunft von Landesrat Erich Schwärzler. Bereits 2016 gab es vergleichbare Vorwürfe wegen Veruntreuung von Förder- und Spendengelder. Diese wurden damals von der Staatsanwaltschaft Feldkirch geprüft und entkräftet.

Feststellungsverfahren zum Misthaufen

Auch die ewige Diskussion rund um den illegalen Misthaufen beschäftigt noch die Behörden. So werde derzeit festgestellt, ob und inwiefern der zu entfernende Misthaufen als Abfall nach dem Abfallwirtschaftsgesetz zu behandeln ist. Sobald dies feststehe, müsse er je nach Einstufung entfernt werden.

Bozenau meistkontrollierter Hof

Auch sonst habe es immer wieder aufgrund von Vorwürfen verschiedenste Verfahren gegeben, kein Tierhalter werde so oft kontrolliert wie die Tierhilfe Vorarlberg. Allein 2017 war die Veterinärmedizin auf drei Kontrollen und gab auch teilweise Nachbesserungen in Auftrag, deren Umsetzung kontrolliert werde. Im Groß würden jedoch die gesetzlichen Vorgaben eingehalten. Wieviele und welche Tiere gehalten werden, sei dabei für die Behörden eher Nebensache: “So lange die einschlägigen Vorschriften zur Tierhaltung eingehalten werden, ist aus veterinärfachlicher Sicht kein Sachverhalt gegeben, der eine Beschränkung bzw. die Kontrolle einer solchen Grenze rechtfertigt.”

Gesprächsrunde mit BH statt Mahnwache

Auch die von Kek angesprochene Mahnwache war Thema im Landtag. Diesbezüglich hielt die Landesregierung fest, dass diese für den 17. Dezember angemeldet war. Im Rahmen der Initiative “GEMEINSAM.sicher” habe man hier das Gespräch gesucht, wie auch Kek bestätigt. “Die inhaltlichen Anliegen, die mit der ursprünglich geplanten Mahnwache verfolgt wurden, sowie darüber hinaus auch weitere offene Fragen konnten am 12.1.2018 bei der Bezirkshauptmannschaft Bregenz in einem ausführlichen Gespräch zwischen den Tierschützern und den zuständigen Behördenvertretern erörtert werden”, erklärt die Behörde gegenüber dem Landtag.

BH kontrolliere Vereinsführung allgemein

Selbst die Vorwürfe bezüglich der Vereinsführung wurden behandelt. So habe die Bezirkshauptmannschaft zu kontrollieren, ob Vereine handlungsfähig sind und die notwendigen Versammlungen und Wahlen abgehalten werden. Hier verweist man jedoch auf das Schiedsgericht des Vereins. Erst wenn dieses sechs Monaten nach der Anrufung zu keinen Ergebnis kommt, ist der Weg zum Gericht offen – und Kek bereit, diesen im Mai zu beschreiten.

Längle wehrt sich

Obmann Rudi Längle sieht die Vorwürfe ebenfalls als haltlos an. Den Gehalt von 300 Euro plus Spesen erhalte er als Leiter des Gnadenhofs vom Verein, nicht als Obmannsentschädigung. Auch Buchungen wie GiS-Beiträge seien für die Dienstwohnungen des Hofs, verwehrt er sich gegen die Anschuldigungen. Und der diskutierte Jeep habe das Mitglied zuerst in den Verein einbringen wollen, laufe jetzt aber nur als Leihgabe. Daher habe es Buchungen gegeben, die man wieder rückgängig machen müsste.

Aus seiner Sicht handelt Kek vor allem aus privaten Gründen. Er habe ihn als Obmann ablösen wollen, ist aber damit gescheitert. Hinzu komme, dass er durch den Verkauf des von Längle geführten Campingplatzes diesen räumen müsse. Kek sei im Verein nicht mehr willkommen, betont Längle. Von der Drohung mit einem Prozess zeigt er sich wenig beeindruckt.

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