Thüringer Auwald für Sportplatz gerodet

Thüringen (VN) -  Nachdem die Bezirkshauptmannschaft Bludenz den Fußball-Trainingsplatz im Thüringer Auwald nach langem Zögern genehmigt hatte, wurde nun mit den Rodungsarbeiten begonnen. Der neue Kunstrasenplatz für den FC Thüringen soll bis zum Ende des Jahres fertiggestellt sein.
Waldrodung in Thüringen wohl unumgänglich
Grafik: Sportplatzbau in Thüringen

Nachdem die Bezirkshauptmannschaft Bludenz nach langem Hickhack und trotz massiver Bedenken der Naturschutzanwaltschaft den Fußball-Trainingsplatz im Thüringer Auwald schließlich doch noch genehmigt hat, die VN und VOL.at berichteten, wurde nunmehr mit den Rodungsarbeiten begonnen. Die 10.000 Quadratmeter große Auwaldfläche ist bereits geschlagen. Derzeit ist man damit beschäftigt, die Wurzelstöcke zu entfernen und die Vorbereitungen für den Mitte September ins Auge gefassten Baubeginn zu treffen. Wenn bis dann die Bagger auffahren können und das Wetter mitspielt, ist für Bürgermeister Harald Witwer eine Fertigstellung der Trainingsanlage bis Ende 2011 realistisch.

Verein muss mitarbeiten

Beim Klubheim erwartet sich die Gemeinde Eigenleistungen der Vereinsmitglieder. „Die Gemeinde übernimmt die Materialkosten und spezielle Regiearbeiten“, sagt Bürgermeister Witwer. Allerdings werde man sich bei Klubheim und der übrigen Infrastruktur nach der Decke strecken müssen. Mitte September soll dann auch der Gesamtkostenrahmen für die Anlage durch die Gemeindevertretung festgelegt werden.

Millionenprojekt im Auwald

Derzeit hat die Gemeindevertretung nur den Bau des Sportplatzes mit 600.000 Euro genehmigt. Für Flutlichtanlage und Baukostenzuschuss beim Klubheim müssen weitere Mittel bereitgestellt werden. „Wir werden uns unter dem ursprünglich angenommenen Kostenrahmen von 1,2 Millionen Euro bewegen“, ist der Thüringer Gemeindechef optimistisch. Finanziert wird über eine BGA/GIG-Variante, die der Gemeinde zusätzliche Steuervorteile bringt, weil die Gemeinde Betreiber der Betrieblichen Gewerbeanlage ist.

„Die Gemeinde verleast dann den Platz an den Verein“, erklärt Witwer. Aufgrund der Grundwasserschutz-Zone war ursprünglich die Auflage für eine verfüllte Kunstrasen-Variante ausgeschlossen worden und ein „Teppichboden“ als Ersatz ins Auge gefasst. Der „Teppichboden“ wäre allerdings um rund 30 Prozent teurer gewesen und von kürzerer Lebensdauer, wurde auch in der AG Fußballplatz argumentiert. Nunmehr hat man sich auf einen Kompromiss geeinigt. „Wir bauen eine Grundwassersicherung ein und können so denselben verfüllten Kunstrasenbelag wie in Schlins oder Satteins verwenden“, sieht der Thüringer Bürgermeister damit auch ein Hauptanliegen der Fußballer erfüllt. VN-AMP

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