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Thomas Stelzer wird der achte Chef der ÖVP Oberösterreich

Machtübergabe in Oberösterreich
Machtübergabe in Oberösterreich ©APA
Thomas Stelzer ist der achte Obmann der oberösterreichischen Volkspartei seit 1945. Damit war die Landes-ÖVP vergleichsweise sparsam im Verschleiß ihrer Obleute - die Bundespartei ist bereits bei ihrem 16. Chef seit Kriegsende angelangt.

Live vom Landesparteitag der ÖVP Oberösterreich ab 9:45 Uhr

Rekordhalter unter Stelzers Vorgängern ist der scheidende Parteichef Josef Pühringer mit 22 Jahren, gefolgt von Josef Ratzenböck (18 Jahre) und Heinrich Gleißner, nach dem die Parteizentrale benannt ist. Er war mit 26 Jahren Amtszeit zwar der am längsten dienende Landeshauptmann, aber “nur” 17 Jahre Parteichef.

Die oberösterreichische ÖVP wurde bisher ausschließlich von Männern geführt – und vier von sieben hießen Josef. Die Tradition, dass man auch gleichzeitig Landeshauptmann ist, etablierte sich erst in den 1950er-Jahren: Obwohl die Landesväter im Nachkriegs-Oberösterreich immer von der ÖVP gestellt wurden, ist Thomas Stelzer erst der fünfte Parteichef, der auch an der Spitze des Landes steht.

Josef Zehetner, der noch während des herrschenden Parteienverbots inoffiziell mit dem Aufbau der Organisation begonnen hatte, war 1945 nur kurz am Ruder. Noch im selben Jahr folgte Josef Stampfl, 1947 Albert Schöpf. Der starke Mann der Schwarzen war bereits damals Heinrich Gleißner. Der Langzeit-Landeshauptmann (1945 bis 1971) übernahm jedoch erst 1951 die Führung der Partei.

Nach Gleißner folgten Erwin Wenzl (1968-1977), Josef Ratzenböck (1977-1995) und dann bis heuer Josef Pühringer als Parteichefs. Sie alle waren auch Landeshauptmann – ein Usus, der mit Thomas Stelzer fortgesetzt wird.

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