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Schlierenzauer nach Abbruch Tourneesieger

Thomas Morgenstern gewinnt in Bischofshofen und Gregor Schlierenzauer holt den Tournee-Gesamtsieg.
Thomas Morgenstern gewinnt in Bischofshofen und Gregor Schlierenzauer holt den Tournee-Gesamtsieg. ©AP
Gregor Schlierenzauer hat seiner einzigartigen Skisprung-Karriere einen weiteren Meilenstein hinzugefügt. Der Tiroler gewann am Freitag erstmals die Vierschanzentournee.
Vierschanzen-Tournee Finale ab 18 Uhr

Schlierenzauer reichte dafür Platz drei im abschließenden Springen in Bischofshofen, das wegen starken Schneefalls nach nur einem Durchgang in die Wertung kam. Den Tagessieg bei schwierigen Bedingungen holte sich mit einem Satz auf 135 Meter Schlierenzauers Teamkollege Thomas Morgenstern vor dem Norweger Anders Bardal. In der Tournee-Gesamtwertung feierten die Österreicher erst zum zweiten Mal nach 1974/75 einen Dreifachsieg. Hinter Schlierenzauer landeten Titelverteidiger Morgenstern und der im Gesamtweltcup führende Andreas Kofler.

Schlierenzauer feierte Hochzeit mit Tournee

Er sei mit der Vierschanzen-Tournee schon länger verlobt, nur die Hochzeit stehe noch aus – so beschrieb Gregor Schlierenzauer unlängst sein Verhältnis zur Traditionsveranstaltung. Die Probezeit ist nun nach fünf Jahren beendet, nachdem er als Teenager bereits zweimal kurz vor dem Ziel gescheitert und im Vorjahr verletzt chancenlos gewesen war.Nach Gold bei der Skiflug-WM 2008 und der WM 2011 in Oslo sowie dem Gesamtweltcup (2008/09) heimste der Tiroler den nächsten großen Titel in bereits jungen Jahren ein. Am Tag nach der Tournee, seinem 22. Geburtstag, hat er nun erstmals einen zusätzlichen gewichtigen Grund zum Feiern. Im finalen Springen am Freitag in Bischofshofen, das wegen starken Schneefalls in nur einem Durchgang gewertet wurde, reichte ihm Platz drei.   

Dem Ziel, eine Ikone des Skispringens zu werden, ist Schlierenzauer mit dem ersten Tournee-Triumph einen weiteren Schritt nähergekommen. Zum Gleichstand mit der finnischen Legende Matti Nykänen (FIN) fehlt in seinem Trophäenschrank nur noch Olympia-Einzelgold, das er 2014 in Sotschi holen will. Zweimal Einzel-Bronze und Gold mit dem seit Jahren auf allen Ebenen dominanten ÖSV-Team darf der Ausnahmekönner schon seit Vancouver 2010 sein Eigen nennen.

Schlierenzauer hat sich in nur sechs Weltcupjahren in sämtlichen Bestenlisten bereits sehr weit nach oben gearbeitet. Geht seine Karriere in derselben Tonart weiter, wird er mittelfristig wohl sämtliche Allzeitrekorde brechen. 38 Weltcupsiege, 7 Tageserfolge auf Tourneeschanzen und eine Weltcup-Podestplatzquote von 50 Prozent sind nur drei Zahlen, die die Ausnahmestellung des Stubaiers dokumentieren.

Durch seine bereits mit 16 Jahren erreichten ersten Weltcup-Erfolge, darunter der Sieg gleich in seinem ersten Tournee-Bewerb 2006 in Oberstdorf, forderte er auch seine Teamkollegen um Olympiasieger Thomas Morgenstern zu neuen Höchstleistungen heraus. Das Teamgefüge geriet durch den neuen Superstar zwar etwas ins Wanken, mittlerweile hat man sich aber arrangiert und ein gutes Miteinander gefunden.

Seine Weggefährten sagen, der äußerst ehrgeizige und akribisch trainierende Stubaier ist zuletzt vor allem an Erfolgen nach schweren Rückschlägen gewachsen. Der 2007 und 2008 nach Halbzeitführung noch verpasste Tourneesieg und eine Knieverletzung mit dem zwei Monate später folgenden WM-Titel in Oslo im Vorjahr hätten seine Entwicklung stark positiv beeinflusst.

“Er hat in diesem Jahr einen großen Schritt gemacht. Er strahlt eine enorme Ruhe aus. Es ist nicht mehr so, dass er links und rechts neben sich niemanden leben lässt”, beschreibt ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner den Reifungsprozess seines langjährigen Schützlings.

Einen großen Anteil am Erfolg und der Weiterentwicklung des ehemaligen Stams-Schülers hat neben Pointner auch Markus Maurberger. Sein Heimtrainer beim SV Innsbruck-Bergisel, der auch seinen diesmal schärfsten Tournee-Rivalen Andreas Kofler betreut, feilt mit ihm im Sommer und in den Weltcuppausen stetig am so sensiblen Sprungsystem.

Und auch das Privatleben trägt zum Glück des “neuen” Schlierenzauer bei. Der passionierte Fotograf und Modedesigner ist seit eineinhalb Jahren mit Freundin Sandra liiert, die kürzlich aus der Steiermark nach Innsbruck gezogen ist.

Zum Skispringen ist Schlierenzauer als Neunjähriger gekommen. Ein Freund nahm ihn mit zur Schanze – der begeisterte Fußballer durfte bald darauf mit Alpinskiern mittrainieren. “Seitdem ist das Springen für mich wie eine Sucht”, sagte er einmal.

Tournee-Ergebnisse Bischofshofen – Endstand Springen

Endstand des zur Vierschanzen-Tournee zählenden Weltcup-Skispringens in Bischofshofen, das am Freitag wegen starken Schneefalls in nur einem Durchgang gewertet worden ist:   
Bischofshofen.  1. Thomas Morgenstern (AUT)    139,2 Pkt. (135,0 m)
 2. Anders Bardal (NOR)         136,5      (135,0)
 3. Gregor Schlierenzauer (AUT) 128,4      (131,0)
 4. Robert Kranjec (SLO)        126,8      (129,0)
 5. Daiki Ito (JPN)             126,2      (130,5)
 6. Roman Koudelka (CZE)        124,0      (129,5)
 7. Michael Hayböck (AUT)       123,9      (135,0)
 8. Dmitrij Wassilijew (RUS)    123,1      (130,0)
 9. Kamil Stoch (POL)           121,9      (129,0)
10. Richard Freitag (GER)       119,0      (125,5)
11. Kenneth Gangnes (NOR)       118,4      (127,5)
  . Atle Pedersen Rönsen (NOR)  118,4      (127,0)
13. Yuta Watase (JPN)           117,1      (126,0)
14. Maximilian Mechler (GER)    117,0      (126,0)
15. Martin Koch (AUT)           116,7      (124,0)
16. Junshiro Kobayashi (JPN)    115,5      (127,0)
17. Michael Neumayer (GER)      115,2      (125,5)
18. Denis Kornilow (RUS)        113,6      (124,5)
19. Jurij Tepes (SLO)           113,5      (123,0)
20. Peter Prevc (SLO)           112,8      (122,5)
21. Wolfgang Loitzl (AUT)       112,5      (122,5)
22. Jakub Janda (CZE)           112,0      (124,0)
23. Taku Takeuchi (JPN)         111,6      (121,5)
24. Rune Velta (NOR)            111,1      (121,5)
25. Jure Sinkovec (SLO)         110,4      (122,0)
26. Manuel Fettner (AUT)        109,7      (122,5)
27. Andreas Kofler (AUT)        108,5      (122,0)
28. Maciej Kot (POL)            107,6      (122,5)
29. Anssi Koivuranta (FIN)      107,1      (121,5)
30. Severin Freund (GER)        105,4      (120,5)

Nicht für den 2. Durchgang qualifiziert u.a.: 34. David Zauner (AUT) 100,2 Pkt. (116,0) – 49. Lukas Müller (AUT) 86,0 (110,5) – 54. Stefan Kraft (AUT) 82,5 (108,0) – 57. Mario Innauer (AUT) 78,0 (108,5) – 59. David Unterberger (AUT) 75,5 (106,0) – 60. Manuel Poppinger (AUT) 68,7 (100,0)

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