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Thailand: Rebellen begrüßen Militärputsch

Die muslimischen Rebellen in Thailand haben den Militärputsch in Bangkok begrüßt. Es sei zu hoffen, dass der Konflikt im Süden des Landes jetzt gelöst werde. Pressestimmen

Das erklärte der im schwedischen Exil lebende Rebellenführer Lukman Lima am Donnerstag auf eine E-Mail-Anfrage der Nachrichtenagentur AP. Der neue Machthaber Sondhi (Sonthi) Boonyaratkalin sei der Einzige, der die Probleme in den Südprovinzen kenne.

Zugleich kündigte der Vizepräsident der Vereinigten Befreiungsorganisation Pattani (PULO) die Fortsetzung des bewaffneten Widerstands an: „Wir werden kämpfen, bis in Pattani die völlige Unabhängigkeit erreicht ist.“ In den Provinzen Pattani, Narathiwat und Provinzen sind seit Beginn des Aufstands im Jänner 2005 mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen. Die muslimischen Bewohner in Südthailand werfen der Regierung in Bangkok Diskriminierung vor und fordern Selbstbestimmung.

Die Streitkräfte ernannten den muslimischen General Sondhi zum neuen Ministerpräsidenten. Zugleich kündigten sie an, dass die als Rat für Verwaltungsreform bezeichnete Junta nach einer Übergangszeit einen zivilen Regierungschef berufen und eine provisorische Verfassung vorbereiten werde.

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