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Thailand: Neun Tote bei Anschlag

Im Süden Thailands ist es neuerlich zu einem Angriff mutmaßlicher muslimischer Separatisten auf einen mit Pendlern besetzten Kleinbus gekommen. Dabei wurden mindestens neun Menschen getötet.

Die Täter hätten zunächst einen Sprengsatz gezündet und dann die Passagiere erschossen, teilte die Polizei mit. Der Fahrer überlebte und erlitt Schusswunden im Gesicht.

Die Attentäter griffen den Kleinbus in der Provinz Yala in einer Kurve an, die sie mit einem Baumstamm blockiert hatten. Polizeisprecher Kitti Mankhong erklärte, alle Passagiere seien wie bei einer Hinrichtung aus nächster Nähe erschossen worden. Bei den Todesopfern handelte es sich um Buddhisten, der Fahrer ist Muslim.

Im muslimisch geprägten Süden Thailands brodelt es seit Jahren. Seit 2004 kamen etwa 2000 Menschen gewaltsam ums Leben. Die Separatisten streben nach Abspaltung der fünf mehrheitlich islamischen Südprovinzen Narathiwat, Yala, Pattani, Satun und Songkhla. Thailand (damals Siam) hatte 1902 diese Region annektiert. Zahlreiche Muslime aus dem Süden Thailands sind in das benachbarte Malaysia geflüchtet.

Über 90 Prozent der Einwohner Thailands sind Buddhisten, während sich etwa fünf Prozent zum Islam bekennen.

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