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Thailand: Mindestens 78 Tote bei Unruhen

Nach schweren Ausschreitungen zwischen muslimischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Südthailand sind 78 Festgenommene in Polizeigewahrsam erstickt.

Die Menschen seien ums Leben gekommen, als sie mit Lastwagen in ein Armeelager gebracht werden sollten, sagte am Dienstag der Arzt Pornthip Rotchanasunan, der die Leichen untersucht hatte.

Sechs weitere Demonstranten waren getötet worden, als am Montag rund 2.000 Menschen versuchten, eine Polizeiwache in der südhailändischen Unruheprovinz Narathiwat zu stürmen. Sie wollten sechs Festgenommene befreien, die angeblich Waffen an muslimische Aufständische verkauft hatten.

Nach Behördenangaben wurden rund 1.300 der Randalierer festgenommen. Die Sicherheitskräfte hatten neben Wasserwerfern und Tränengas auch scharfe Munition gegen die Menge eingesetzt. Thailands Regierungschef Thaksin Shinawatra sagte, die während der Ausschreitungen ums Leben gekommenen Opfer seien nicht von Beamten getötet worden, sondern im allgemeinen Chaos zu Tode gekommen.

Einer von muslimischen Separatisten ausgelösten Welle der Gewalt sind im islamisch geprägten Süden Thailands seit Januar mehr als 350 Menschen zum Opfer gefallen. Die Rebellen wollen eine Abspaltung der fünf mehrheitlich von Muslimen bewohnten Provinzen Narathiwat, Yala, Pattani, Satun und Songkhla. 90 Prozent der Thailänder sind Buddhisten, während sich nur 5 Prozent zum Islam bekennen.

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