Thailand im Freudentaumel

Der erste olympische Goldmedaillengewinn einer Thailänderin hat das überwiegend buddhistische Land in einen Freudentaumel versetzt.

Nicht nur die Angehörigen von Gewichtheberin Udomporn Pols, die am Sonntag bei den 28. Sommerspielen in Athen mit einer Zweikampfleistung von 222,5 kg überlegen in der Klasse bis 53 kg siegte, feierten bis in die Morgenstunden.

Der Vater und der Großvater der 23-jährigen Athletin hatten zuvor geschworen, sich bei einem Sieg Udomporns ordinieren zu lassen. „Nun, da die Goldmedaille Wirklichkeit geworden ist, müssen wir einen Termin für uns finden, um Mönche zu werden“, erklärte Großvater Lue am Montag. Mutter Sasithorn zeigte ihre Anerkennung auf profanere Weise. „Ich habe meiner Tochter zur Belohnung ein Haus in der Stadt gekauft“, sagte sie.

Millionen von Thailändern saßen beim ersten olympischen Gold-Triumph einer Landsfrau überhaupt gebannt vor den Fernsehgeräten. Ministerpräsidentin Thaksin Shinawatra übermittelte ihre Glückwunsche in einem Telefonat. Regierungsbeamte und staatliche Sponsoren stellten Udomporn ein Belohnung von elf Millionen Bath (216.903 Euro) in Aussicht.

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