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Texaner wurde ungewollt zum Mordkomplizen

Im Bundesstaat Texas sollte am Donnerstag ein Amerikaner hingerichtet werden, der ungewollt zum Komplizen eines Raubmordes geworden war.

Wie die “Washington Post” berichtete, hatten Jefferey Lee Wood und sein Freund Daniel Reneau 1996 mit dem Kassier eines Geschäfts in Kerrville einen Coup abgesprochen.

Danach wollten Wood und Reneau einen Überfall vortäuschen und sich dann die Beute mit dem Kassier teilen. Während Wood in einem Auto wartete, betrat sein Komplize das Geschäft und erschoss entgegen dem Komplott den Kassier. Danach flüchteten Wood und Reneau mit der Kasse.

Später wurden beide wegen Mordes zum Tode verurteilt. Woods Anwälte argumentierten vergeblich, dass ihr Mandant nicht für das Handeln seines – bereits 2003 hingerichteten – Freundes verantwortlich gemacht werden könne: Er selbst habe nie einen Mord gewollt.

Sollte der Oberste Gerichtshof der USA nicht noch in letzter Minute einschreiten, wäre Wood (35) der “Washington Post” zufolge der achte Häftling seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976, der als Mordkomplize hingerichtet wird, ohne die Tat geplant zu haben. Insgesamt sind seit 1976 in den USA mehr als 1.100 Menschen exekutiert worden. Texas beruft sich im Fall Wood auf ein Gesetz, das die Todesstrafe für Angeklagte erlaubt, wenn deren Handlungen zum Mord an einem anderen Menschen beitrugen.

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