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Teurer Sprit pusht Inflation

(VN) Schwarzach - Diesel und Benzin lassen Teuerungsrate um 2,3 Prozent steigen, Sprit auf Rekordniveau von 2008.

Der starke Preisanstieg bei Mineralölprodukten um 16 Prozent im Jahresabstand hat die Teuerungsrate in Österreich im Dezember auf 2,3 Prozent hochgetrieben – ohne diesen Einfluss hätte die Dezember-Inflation lediglich 1,6 Prozent betragen, erklärte die Statistik Austria. Von den 2,3 Prozent VPI-Anstieg waren 0,71 Prozentpunkte durch Mineralölprodukte bedingt. Die Ausgabengruppe „Verkehr“ verteuerte sich im Dezember um 3,8 Prozent und zog damit als Hauptpreistreiber den VPI (Verbraucherpreisindex) um 0,56 Prozentpunkte nach oben. Grund dafür waren vor allem die binnen Jahresfrist um 15 Prozent teureren Spritpreise.

Schlechte Vorzeichen

Diese ziehen einen „Rattenschwanz der Teuerung“ nach sich, wie ARBÖ-Sprecherin Lydia Ninz gegenüber den VN erläutert. Obwohl Autofahrer die hohen Diesel- und Benzinpreise unmittelbar zu spüren bekommen, verteuern sich zeitverzögert auch Produkte des täglichen Bedarfs, die Mehrkosten beim Transport würden dem Konsumenten verrechnet. Und: Alle inflationsgebundenen Preissteigerungen – etwa die Wohnungsmieten – würden durch die hohen Spritpreise nochmals weiter nach oben getrieben. „Das ewige Auf und Ab beim Sprit schadet der realen Wirtschaft, aber vor allem den Konsumenten“, kritisiert Ninz. Was aber ist der Grund für das derzeitige Sprit-Rekordniveau von 2008? Laut der ARBÖ-Expertin sind mehrere Entwicklungen verantwortlich. Die Rohölpreise und auch die Preise für die Fertigprodukte Diesel und Benzin hätten international deutlich angezogen. Dieser Trend sei bereits seit November festzustellen. Nur: „Es ist ja nachvollziehbar, dass im Winter Diesel teurer wird, da es nahezu dasselbe Produkt wie Heizöl ist. Offen bleibt jedoch die Frage, warum auch Benzin so stark anzieht“, so Ninz, die Rohstoff-Spekulanten am Werk sieht. Auch die Euro-Schwäche nehme massiven Einfluss auf die Preisgestaltung, werden Rohstoffe doch in US-Dollar gehandelt. „Und der Euro war vor wenigen Monaten noch deutlich stärker als jetzt“, sagt die Sprit-Expertin.

Vorarlberg „doppelt belastet“

Hausgemacht ist indes der Zuschlag durch die höhere Mineralölsteuer. „Die Mineralölbranche gibt das natürlich 1:1 an die Konsumenten weiter – und diese Verteuerung kommt gerade zu einem Zeitpunkt, wo Sprit sowieso im Aufwind ist“, betont Ninz. Wie wird es weitergehen? „Das ist derzeit nur schwer abzusehen, aber alle Vorzeichen zeigen nach oben“, ortet Ninz derzeit keinen positiven Trend für Autofahrer. Einen Umstand, den man hierzulande bereits kennt. „Wir leiden in Vorarlberg doppelt unter den hohen Spritpreisen, haben wir doch bereits österreichweit das höchste Niveau. Wir zahlen also die doppelte Miete“, kommentiert ÖAMTC-Sprecher Jürgen Wagner.

Auch Wohnen teurer

Abseits vom Sprit wurde der Bereich „Wohnung, Wasser und Energie“ im Dezember im Schnitt um 2,6 Prozent teurer als im Vorjahr. Dies war laut Statistik Austria überwiegend auf höhere Preise bei Haushaltsenergie zurückzuführen. Instandhaltung von Wohnungen kam um 2,6 Prozent teurer, Wohnungsmieten um 2,4 Prozent.

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