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Teuerung hat Kaufverhalten deutlich verändert

Steigen die Preise, dann gehen die Konsumenten andere Wege, um günstig einzukaufen. Wie eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Focus zeigt, hat die starke Teuerung das Einkaufsverhalten der Österreicher bereits deutlich verändert.

Demnach greift ein Drittel der Österreicher aufgrund der gestiegenen Lebensmittelpreise nun zu billigeren Produkten. 44 Prozent der Befragten beobachten Aktionen im heimischen Handel stärker.

Weniger Lebensmittel zu kaufen, ist für die meisten heimischen Konsumenten hingegen keine Alternative. Lediglich Personen über 50 Jahre, Personen mit geringem Einkommen und Singlehaushalte kaufen im Vergleich zum Durchschnitt sehr wohl “eher weniger” ein, geht aus der Fokus-Umfrage hervor.

Bereits ein Viertel der Befragten kauft wegen der gestiegenen Lebensmittelpreise vermehrt bei Diskontern ein, jeder fünfte Befragte verzichtet auf Markenprodukte. Vor allem Frauen greifen laut Erhebung derzeit eher zu den – günstigeren – Eigenmarken der Lebensmittelketten.

Drei von vier Österreichern fühlen sich von der Teuerungswelle stark betroffen – das zieht sich durch alle Altersgruppen, soziale Schichten und Bundesländer, zeigt eine Nielsen-Studie. Am stärksten spüren die Österreicher die Teuerungen bei Treibstoffen und Lebensmitteln.

Während bei Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) heute, Dienstag, die hohe Inflation bzw. die von der SPÖ geplante Halbierung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel eines der Top-Themen sein wird, hat der Handel die Steuer-Pläne bereits vorweggenommen.

So hat der Diskonter Lidl für drei Tage (Montag bis Mittwoch dieser Woche) eigenen Angaben zufolge den Verkaufspreis aller Lebensmittel, die dem gesetzlichen Mehrwertsteuersatz von 10 Prozent unterliegen, um 5 Prozent gesenkt.

Die Umfrage des Focus-Instituts basiert auf 250 telefonischen Interviews repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren, die im September 2008 durchgeführt wurden.

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