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Tesla schreibt Rekorde – fünfter Gewinn in Folge

Tesla-Gründer Elon Musk
Tesla-Gründer Elon Musk ©APA
Tesla setzt seine Rekordfahrt fort und hat inmitten der Coronapandemie das fünfte Quartal in Folge einen Gewinn eingefahren.
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Während sich die traditionellen Autobauer mühsam aus der Krise herauskämpfen, zieht der US-Elektroautopionier aus dem Silicon Valley seine Kreise in einem eigenen Orbit. Doch die Luft wird inzwischen dünner, denn die Konkurrenz - allen voran Volkswagen - hat sich auf den Weg gemacht und will Tesla schon bald den Rang ablaufen.

"Das Unternehmen ist immer noch unglaublich hoch bewertet, als würde es in einem Vakuum arbeiten. Doch die Konkurrenten arbeiten wie wild daran, aufzuholen", sagte Analyst Craig Irwin von Roth Capital Partners. Er verwies auf mehr als 400 neue Batteriefahrzeuge, die bis 2024 auf die Straßen kommen sollen.

Im Sommer 140.000 Autos ausgeliefert

Zwischen Juli und September lieferte Tesla mit 139.300 Autos so viele Fahrzeuge aus wie noch nie in einem Quartal. Der Umsatz stieg um rund 40 Prozent auf fast 8,8 Milliarden Dollar (7,4 Mrd. Euro) und übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Der Reingewinn sprang auf 331 Millionen Dollar, mehr als doppelt soviel als vor Jahresfrist.

Allerdings speist sich der Gewinn vor allem aus dem Verkauf von CO2-Guthaben an andere Autobauer, die damit ihre eigenen Emissionswerte für das Erreichen der Klimaziele ausgleichen. Im dritten Quartal waren das 397 Millionen Dollar. Ohne diese Einnahmen wäre Tesla im dritten Quartal nicht profitabel gewesen. Da die Wettbewerber immer mehr klimaschonende Autos an den Start bringen und ihre CO2-Bilanzen damit verbessern, dürfte dieser Geldregen für Tesla künftig deutlich kleiner werden. Dann wird sich nach Meinung von Analysten erweisen, ob das Unternehmen mit dem Verkauf von Elektroautos Geld verdienen kann.

Um 400 Prozent zugelegt

Anleger trauen dem Unternehmen den Wandel von einem Nischenhersteller zum weltweiten Marktführer für saubere Mobilität zu. Die Tesla-Aktie stieg im nachbörslichen Handel um 4,3 Prozent. Im Verlauf des Jahres haben die Papiere bereits rund 400 Prozent zugelegt. Mit einer Marktkapitalisierung von über 390 Milliarden Dollar ist Tesla zum wertvollsten Automobilhersteller der Welt aufgestiegen. Und das, obwohl der Konzern bei Absatz, Umsatz und Gewinn weit hinter seinen Konkurrenten zurückliegt.

Neue Fabrik in Berlin

Tesla bekräftigte sein Ziel, bis Ende des Jahres eine halbe Million Autos auszuliefern - wofür er allerdings den Absatz im Schlussquartal noch deutlich steigern müsste. Gegen Ende des Sommerquartals hatte Konzernchef Elon Musk persönlich die Belegschaft zu Rekordauslieferungen angetrieben. Die Kapazitäten für 500.000 Autos stünden bereit, betonte Tesla. Allerdings sei es schwieriger geworden, das Ziel zu erreichen. Es hänge vor allem vom Erfolg des Kompakt-SUV Model Y und der Produktion im chinesischen Werk in Shanghai ab.

2021 traut Konzernchef Musk Tesla eine weitere Steigerung zu. Auf die Frage eines Analysten während der Telefonkonferenz zur Präsentation der Quartalszahlen, ob das Unternehmen im nächsten Jahr zwischen 840.000 und einer Million Fahrzeuge ausliefern wolle, antwortete er, das Ziel liege "in dieser Nähe". Tesla knüpft sein Produktionsnetz immer enger. In Deutschland lässt Musk in Grünheide bei Berlin derzeit eine Fabrik aus dem Boden stampfen, die im nächsten Jahr die Produktion aufnehmen soll. Dort sollen einmal 12.000 Mitarbeiter bis zu 500.000 Autos im Jahr produzieren.

Expansionsdrang geht weiter

Und auch der Expansionsdrang geht weiter: Der ehrgeizige Unternehmensgründer kündigte unlängst ein neues Werk in Texas an. In der Nähe der Hauptstadt Austin sollen mehr als 5.000 Arbeitsplätze entstehen. "Das wird ein Öko-Paradies … und für die Öffentlichkeit zugänglich", schwärmte der exzentrische Firmenchef damals. An Selbstvertrauen fehlt es Musk nicht, wenn er über die Konkurrenz spricht: "Was andere Autofirmen tun, ist nur ein kleiner Teil dessen, was Tesla macht", sagte er bei der Präsentation der Quartalsbilanz. Andere Autohersteller bezögen ihre Teile von Zulieferern. Das sei Ingenieurskunst aus dem Katalog. "Es ist nicht sehr abenteuerlich. Am Ende sehen alle Produkte gleich aus", findet Musk. "Sie erben alte Komponenten, Sie erben die alte Kostenstruktur."

Damit spielt Musk darauf an, dass Tesla seine Autos vom Grund auf neu entwickelt hat. "Wir sind vielleicht stärker vertikal integriert als andere Autohersteller". Tesla treibt derzeit seinen Pläne für eine günstigere Batterietechnik voran. Damit sollen Elektroautos in einigen Jahren konkurrenzfähig zu herkömmlichen Benzinautos werden. Gleichzeitig wird der umstrittene Autopilot weiterentwickelt. Bis Ende dieses Jahres soll das sogenannte "Full Self Driving" in größerem Umfang eingeführt werden, kündigte Musk an.

(APA)

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