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Temelin: Turbinen sollen umgebaut werden

Der tschechische Energiekonzern CEZ will die Turbinen in beiden 1.000-Megawatt-Blöcken des Atomkraftwerkes Temelin umbauen. Damit sollen andauernde Probleme durch Vibrationen behoben werden.

Der ORF berichtete am Samstagabend, dass wegen der starken Vibrationen die Stahlbeton-Fassade des Atommeilers beschädigt worden sei.

Der Chef der CEZ-Produktionsabteilung, Jiri Borovec, räumte in diesem Zusammenhang ein, dass es die größten Probleme seit der Inbetriebnahme des Meilers immer im nicht-atomaren Teil gegeben habe. „Der Hauptgrund ist, dass die Liefer-Firma im Grunde genommen nicht überprüfte 1.000-Megawatt-Turbinen hergestellt hat, mit denen es bis dahin im Land keine Erfahrungen gegeben hat“, sagte Borovec. Vielleicht hätte es keine Probleme mit den Vibrationen gegeben, wenn man jede der großen Turbinen durch zwei kleinere – mit einer Leistung von 500 Megawatt – ersetzen würde, fügte Borovec hinzu. Nach Medienberichten sind die Temelin-Turbinen so groß, dass sie sich noch 90 Minuten nach der Abschaltung drehen.

„Wir wollen die Turbine verbessern, sie mit einem modernisierten Rotor ausstatten und die Leistung des Kraftwerkes erhöhen“, sagte Borovec weiter, ohne jedoch einen genauen Termin für den Umbau zu nennen. Dieser sei noch nicht bestimmt. Die Modernisierung sei zur Zeit in einem Genehmigungsverfahren und werde „bald beginnen“.

Die jüngsten Probleme mit der Turbine wurden im vergangenen Monat im zweiten Block von Temelin registriert. Bei einer Überprüfung wurden Mängel an den Rotor-Schaufeln festgestellt. Deswegen läuft der Block mit einer um 15 bis 20 Prozent gesenkten Leistung. Der erste Block ist seit Ende Juli planmäßig wegen des Austausches eines Viertels der Brennstäbe und einer durchzuführenden Revision abgeschaltet.

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