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Tele.ring-Chef zu E-Plus

tele.ring-Chef Michael Krammer (45) soll demnächst in die Chefetage des deutschen Handynetzbetreibers e-Plus wechseln. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin „Profil“ in der aktuellen Ausgabe.

Entsprechende Spekulationen hatte es bereits vor einigen Wochen gegeben. tele.ring wurde im Sommer 2005 vom Konkurrenten T-Mobile Austria übernommen, das Closing steht noch aus.

„Kein Kommentar, ich kann dazu nichts sagen“, meinte Krammer selbst am Montag Morgen auf APA-Anfrage zum kolportierten Wechsel. Laut „Profil“ hat Krammer vor wenigen Tagen den Vertrag bei e-Plus unterzeichnet, seinen Job soll er demnach am 1. März antreten.

Krammer hatte tele.ring zu einer Erfolgsstory gemacht, die mit der Einführung eines “1-Cent-Tarifes“ und der „Der Speck muss weg“-Kampagne“ die Konkurrenz vor sich hergetrieben und kräftig an Marktanteilen gewonnen hatte. Im August 2005 wurde das Unternehmen – ursprächglich von ÖBB und heimischen Energieversorgern gegründet – vom US-Eigentümer Western Wireless an die Nummer 2 am österreichischen Markt, T Mobile, für 1,3 Mrd. Euro verkauft.

tele.ring konnte im 3. Quartal 2005 den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,6 Prozent auf 382,6 Mio. Euro steigern. Die Kundenzahl (Mobilfunk und Festnetz) legte um 124.500 Personen auf 1,097.500 zu, wobei es beim nicht mehr beworbenen Festnetz einen leichten Rückgang gab. Im Mobilfunk wuchs die Zahl um 151.200 auf 992.900 Kunden. Damit liege tele.ring mit einem Kundenplus von 18 Prozent weit vor der Konkurrenz mit drei bis 5 Prozent Plus, so Krammer zuletzt bei der Präsentation der Quartalszahlen.

Eine Genehmigung des Verkaufs an T-Mobile – Tochter der Deutschen Telekom – durch die EU-Wettbewerbsbehörde steht noch aus und wurde zuletzt für Februar erwartet. Bis dahin arbeitet tele.ring als eigenständiges Unternehmen weiter. Krammer hatte in der Vergangenheit mehrmals angekündigt, bis zur endgültigen Übergabe an T-Mobile das Unternehmen weiter zu führen.

Nachdem beim Verkauf von tele.ring an T-Mobile kein adäquater Spitzenjob in der heimischen Mobilfunkbranche frei war, kamen sehr schnell Vermutungen auf, Krammer könnte einen Top-Job bei einem deutschen Mobilfunkanbieter übernehmen. e-Plus drängte sich deswegen auf, weil e-Plus-Chef Uwe Bergmann vor der Ablöse stand und das Unternehmen seit Jahresende 2005 ohne Chef ist.

e-Plus, im Besitz der niederländischen KPN Mobile, erzielte 2004 einen operativen Umsatz von 2,75 Mrd. Euro und betreut mit 3.000 Vollzeitkräften knapp 10. Mio. Kunden, geht aus der Firmenhomepage hervor. Die Deutschen hatten kürzlich die Billigmarke „Simyo“ auf den Markt gebracht. Den Gerüchten zu Folge soll Krammer hier seine Erfahrungen von tele.ring einbringen.

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