Teilwiederholungswahl in Ghana entscheidet über neuen Präsidenten

Die Wähler in einem abgelegenen Wahlkreis Ghanas entscheiden am Freitag in einer Nachwahl über den neuen Präsidenten des westafrikanischen Landes. Bei der landesweiten Stichwahl am vergangenen Sonntag hatte Oppositionskandidat John Atta Mills einen knappen Vorsprung erzielt, wegen organisatorischer Probleme musste die Abstimmung im Wahlkreis Tain aber wiederholt werden.

Am Wahltag waren dort laut Medienberichten vorzeitig die Wahlzettel ausgegangen. Stimmberechtigt sind 53.000 Wähler.

Nach Auszählung von 222 der 230 Wahlbezirke hat sich Atta Mills vom oppositionellen Nationaldemokratischen Kongress (NDC) landesweit knapp durchgesetzt. Er kam auf 50,13 Prozent der Stimmen. Der Kandidat der regierenden Neuen Patriotischen Partei (NPP), Nana Akufo-Addo, lag bei 49,87 Prozent. Nach zwei Amtszeiten durfte der bisherige ghanesische Präsident John Kufuor nicht wieder antreten.

Der Wahlbezirk Tain liegt in der ländlichen Provinz Brong Ahafo, in der die Menschen hauptsächlich vom Kakaoanbau leben. Ghana ist nach dem Nachbarland Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste) der zweitgrößte Kakaoproduzent der Welt und galt bisher als Vorzeigedemokratie in Afrika. Beide Präsidentschaftskandidaten haben den 23 Millionen Einwohnern des westafrikanischen Landes weiterhin stabile Verhältnisse und die Fortsetzung des Wirtschaftswachstums versprochen. Ghana, die ehemalige britische Kolonie Goldküste, war 1957 unter Führung von Kwame Nkrumah unabhängig geworden.

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