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Teil des Amoklaufs von Winnenden von Überwachungskamera gefilmt

Das Ende des Amoklaufs von Winnenden und Wendlingen in Baden-Württemberg ist zufällig von der Überwachungskamera eines Paketdienstes gefilmt worden. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart bestätigte einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus". Es liege Bildmaterial von dem Schusswechsel zwischen Amokläufer Tim K. und der Polizei in Wendlingen vor, sagte eine Sprecherin am Sonntag.

“Dieses gibt jedoch das Geschehen nur teilweise wieder, da die Sicht auf den Täter durch die örtlichen Umstände eingeschränkt ist”, sagte sie. “Es ist zu erkennen, dass reger Autoverkehr herrscht und deshalb der Bewegungsraum für die Polizei sehr eingeschränkt war.”

Das Filmmaterial bestätige den bisher bekannten Ablauf vor dem Autohaus, sagte die Sprecherin. Dieser war erst vor rund vier Wochen durch Medienberichte im Detail bekanntgeworden – was Innenminister Heribert Rech (CDU) in Bedrängnis brachte. Demnach hatte die Polizei den 17-jährigen Tim K. schon gestellt, bevor er in Wendlingen in ein Autohaus flüchtete und dort noch zwei Menschen erschoss. Zuvor hatte es geheißen, der Amokläufer sei erst nach seinem Eindringen in das Autohaus durch Schüsse der Polizei getroffen worden.

Amokläufer Tim K. hatte am 11. März in seiner früheren Realschule in Winnenden acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen erschossen. Auf der Flucht nach Wendlingen tötete er drei weitere Menschen und schließlich sich selbst.

Knapp sechs Wochen nach der Tat werden immer mehr Details zu der psychischen Verfassung des 17-Jährigen bekannt. So schreibt der “Focus”, Tim K. habe im Frühjahr 2008 einem Psychiater von seinen Mord-Fantasien erzählt. Unter Berufung auf Ermittlungsakten berichtet das Magazin weiter, Tim K. habe beim ersten Gespräch im Psychiatrischen Institut Weinsberg erklärt, dass in ihm “zumindest phasenweise Hass- und Tötungsgedanken gegen Menschen aufkommen”. Dem Bericht zufolge diagnostizierten die Ärzte bei dem Jugendlichen nach fünf ambulanten Sitzungen eine “soziale Phobie”. Diese Angaben wollte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft nicht kommentieren.

Die “Stuttgarter Nachrichten” berichteten am Samstag, der Jugendliche sei vor der Tat auch vom schulpsychologischen Dienst des Landes Baden-Württemberg untersucht worden. Diesen habe er gegen Ende seiner Schulzeit im Jahr 2008 aufgesucht. Es soll dabei aber nur um eine Verbesserung seiner relativ schlechten schulischen Leistungen gegangen sein.

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