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TeenSTAR darf weiter an Schulen aktiv sein

Ein Paar formt mit seinen Händen ein Herz.
Ein Paar formt mit seinen Händen ein Herz. ©Photo by Kristina Litvjak on Unsplash
Der christliche Sexualkundeverein TeenSTAR darf nach wie vor an Schulen tätig sein. Eine Evaluierung von dessen Tätigkeit werde erst demnächst abgeschlossen sein, hieß es auf APA-Anfrage aus dem Bildungsministerium. Kritik dafür kommt von der SPÖ, den NEOS und der Homosexuellen Initiative (HOSI).
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Im Vorjahr hatten Unterlagen des Vereins für Aufsehen gesorgt, in denen etwa natürliche Familienplanung und kein Sex vor der Ehe propagiert wurden. Die sexuelle Orientierung soll demnach durch eine Kombination aus Therapie, Selbsthilfegruppen und Seelsorge veränderbar, Masturbation schädlich sein. TeenSTAR selbst hatte argumentiert, dass diese Schulungsunterlagen “gerade im Hinblick auf die Thematik der Homosexualität veraltet und seit Monaten in Überarbeitung” seien.

Methoden überprüft

Das Ministerium kündigte daraufhin die Überprüfung aller relevanten Materialien und Methoden von TeenSTAR an. Gleichzeitig schloss man aus, dass der Verein mit den betreffenden Unterlagen weiter an Schulen tätig sein könne. Sollte das Konzept aber adaptiert und kritisierte Inhalte geändert werden, wäre grundsätzlich ein weiterer Einsatz an Schulen möglich.

Derzeit arbeite man an einem Erlass, der prinzipiell die Zusammenarbeit von Schulen mit außerschulischen Organisationen regle, betonte man nun im Ministerium gegenüber der APA. Das betreffe sowohl die Sexualkunde als auch andere Themen. Als Reaktion auf TeenSTAR seien die Bildungsdirektionen bereits im Herbst aufgefordert worden, flächendeckend zu erheben, an welchen Standorten sexualpädagogische Workshops durch externe Anbieter geplant sind bzw. durchgeführt werden sowie durch die Schulaufsicht detaillierte Unterrichtsbeobachtungen vorzunehmen.

Entscheidung liegt beim Direktor

In diversen Anfragebeantwortungen zu dem Thema hielt Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) fest, dass die Entscheidung über die Einbeziehung von außerschulischen Personen in den Unterricht den Lehrern bzw. der Direktion am jeweiligen Standort obliege. Dabei dürften nur solche Unterrichtsmittel eingesetzt werden, die dem Lehrplan entsprechen und für Schüler der betreffenden Schulstufe geeignet seien. Für die Qualitätssicherung sei der Direktor verantwortlich.

Die HOSI Salzburg, SPÖ-Gleichbehandlungssprecher Mario Lindner sowie NEOS-Bildungssprecher Douglas Hoyos warfen Faßmann Untätigkeit vor. Die beiden letzteren kündigten daher weitere parlamentarischen Anfragen an.

(APA)

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