Technisches Verständnis erforderlich

Dem Bludenzer Mathias Klisch gefällt das Arbeiten in der freien Natur.

Eine Lehre zum Seilbahntechniker ist nicht nur anspruchsvoll und abwechslungsreich, sondern bietet auch nach dem Abschluss Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten.

Die Ausbildungsmöglichkeit Seilbahntechniker ist noch ziemlich neu. Der Lehrberuf wurde im Herbst 2008 eingeführt und 2011 evaluiert. Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?
KLISCH: Eigentlich per Zufall. Ich war zuerst als Saisonarbeiter beschäftigt und habe dann die Möglichkeit erhalten, die Ausbildung zu absolvieren.

Welche Voraussetzungen und fachliche Fähigkeiten mussten Sie mitbringen, um die Lehre überhaupt beginnen zu können?
KLISCH: Es braucht natürlich ein technisches Verständnis und auch ein handwerkliches Geschick. Wer den Beruf des Seilbahntechnikers erlernen will, sollte auch wetterunempfindlich sein, da wir bei jeder Witterung im Einsatz sind. Man muss auch eine große Flexibilität mitbringen. Und da wir auch auf den Stützen arbeiten, erfordert der Beruf auch absolute Schwindelfreiheit.

Was sind die Schwerpunkte der Ausbildung und was gehört zu den täglichen Aufgaben eines Seilbahntechnikers?
KLISCH: Während der Lehre lernt man durch das Rotationsverfahren alle Abteilungen kennen. Zum Beispiel auch das Marketing und den Vertrieb. Auch der Besuch der Lehrwerkstätte der Illwerke ist Teil der Ausbildung. Die täglichen Aufgaben sind sehr vielseitig, deshalb ist der Beruf auch sehr abwechslungsreich. Technische Instandhaltung zählt ebenso zum Aufgabenportfolio wie die Kontrollen der Seilbahnen oder Revisionsarbeiten. Sämtliche Tätigkeiten finden in einem Skigebiet statt. Deshalb zählen auch Pistensicherungsarbeiten, Wartung von Pistengeräten oder die Mithilfe im Fahrbetrieb dazu.

Das heißt, Sie sind selbst ein begeisterter Skifahrer, oder?
KLISCH: Ja, aber in meiner Freizeit mache ich am liebsten Skitouren.

Wo absolvierten Sie die schulische Ausbildung?
KLISCH: An der Landesberufsschule Hallein in Salzburg. Dort wurden extra für die Ausbildung drei Indoor- Seilbahnen errichtet, sodass der Unterricht sehr praxisnah gestaltet werden kann.

Bei welchem absolut einzigartigen Projekt konnten Sie während Ihrer Ausbildung mitarbeiten?
KLISCH: Das waren sehr viele interessante Projekte. Unter anderem war ich beim Umbau der Vermuntbahn, beim Austausch eines Förderseils der Golmerbahn oder auch bei einer Getriebeüberholung dabei.

Wie viele Lifte werden von Illwerke Tourismus betreut?
KLISCH: Am Golm sind es neun Liftanlagen, im Brandnertal die Lünerseebahn und in Partenen die Vermuntbahn, die Tafamuntbahn und der Schlepplift Silvrettasee. Insgesamt sind es 13 Lifte.

Was macht Ihnen am beruflichen Alltag am meisten Spaß?
KLISCH: Wie gesagt, die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Außerdem habe ich sehr viel Kontakt mit den Gästen, das gefällt mir sehr gut. Auch das Arbeiten in der freien Natur macht mir großen Spaß.

Sie haben im letzten Jahr die Lehre erfolgreich abgeschlossen. Welche weiteren Karrieremöglichkeiten bietet Ihnen das Unternehmen?
KLISCH: Es besteht die Möglichkeit, die Betriebsleiterprüfung zu absolvieren. Eine weitere Option ist der Besuch eines HTL-Colleges oder eines FH-Lehrgangs, was natürlich viele Karrierechancen eröffnet.

Ist nach dem Lehrabschluss auch eine Spezialisierung auf einen bestimmten Fachbereich möglich?
KLISCH: Da der Beruf des Seilbahntechnikers sehr viel umfasst, kann man sich auf verschiedene Bereiche spezialisieren – zum Beispiel auf die Elektrik, Mechanik oder auch Beschneiung.

Zur Person
Mathias Klisch Alter: 23
Wohnort: Bludenz
Hobbys: Wandern, Skifahren, Skitouren, Bergrettung

Die Serie „Energie für unser Leben“ ist eine redaktionell unabhängige Serie der VN mit Unterstützung von illwerke vkw.

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