Team Vorarlberg holt sich die Krone

Rankweil. In der dreizehnjährigen Geschichte steht der heimische Profi-Radrennstall in der Mannschaftswertung erstmals ganz oben.

Noch ein einziges Rennen gilt es in der österreichischen Tchibo Top Rad Liga 2011 zu absolvieren. Eines steht aber bereits fest: Das Team Vorarlberg ist die beste Mannschaft der diesjährigen Liga-Saison. Der 23-jährige Oberösterreicher Dominik Hrinkow fixierte mit einem vierten Platz beim Straßenrennen in Schwaz den Gesamtsieg in der Teamwertung für die Ländle-Equipe – und das zum ersten Mal in der dreizehnjährigen Teamgeschichte. „Ich bin sehr glücklich, dass unser Team zum ersten Mal die Krone der Rad-Bundesliga erobern konnte“, so Team Manager Harald Morscher nach dem Rennen. „Ich freue mich für die Mannschaft, die sich mit ihrer harten, konstanten Arbeit über die gesamte Saison diesen Erfolg verdient hat.“
Auch Thomas Kofler, Geschäftsführer der Pro Event Cycling Sports GmbH und Gründer des Teams, zeigte sich vom Mannschaftserfolg angetan. „Seit Jahren kämpfen wir Saison um Saison um diesen Erfolg. Ich freue mich sehr, dass die Mannschaftswertung der Top Rad Liga zum ersten Mal nach Vorarlberg geht. Es zeugt von der Klasse der Mannschaft, nach einer gesamten Saison ganz oben zu stehen. Es ist ein großer Sieg für uns als Mannschaft und auch für den Vorarlberger Radsport mit all seinen Unterstützern.“

Die Entscheidung brachte im achten Lauf zur Top Rad Liga eine erneut geschlossen starke Leistung des Team Vorarlberg. Auf dem 158 km langen Kurs des Straßenrennens rund um Schwaz setzte sich am Ende eine achtköpfige Spitzengruppe durch, die den favorisierten Sprintern um knappe 25 Sekunden ein Schnippchen schlagen konnte. Teil dieser Gruppe, die sich bereits in der ersten Runde gelöst hatte, war Ausreißerkönig Dominik Hrinkow, der im Finale jedoch noch mit Problemen zu kämpfen hatte. „Die lange Flucht hatte sich bei mir am Ende bemerkbar gemacht und ich bekam Krämpfe“, so der junge Steyrer. „Angesichts der großen Chance, die sich vorne geboten hatte, habe ich noch einmal alle Kraft zusammengenommen, um den Anschluss zu halten. Angesichts dieser Umstände bin ich mit Platz 4 also zufrieden.“ Im Schlussprint verpasste Hrinkow sogar nur denkbar knapp das Podium, am Ende fehlten Zentimeter. Den Sieg schnappte sich damit der Österreicher Gernot Auer (Gourmetfein) vor seinen Landsleuten Andreas Hofer (Tyrol) und Michael Schwaiger (Viperbike).
Den Sprint des Feldes gewann der Deutsche Florian Bissinger (ARBÖ Gebrüder Weiss), der sich damit auch vorzeitig die Einzel-Wertung sicherte, Der Schweizer Team Vorarlberg-Legionär Silvan Dillier holte mit Rang 13 eine weitere Topplatzierung, nur knapp hinter ihm platzierte sich der Gesamtsieger des Vorjahres, sein Teamkollege Josef Benetseder.

Den letzten Lauf zur Top Rad Liga bildet nun am kommenden Samstag die österreichische Zeitfahr-Meisterschaft in Kirchdorf in Tirol. Ex-Vizestaatsmeister Josef Benetseder, momentan in der Liga-Wertung Dritter (771 Punkte) hat dort noch die Chance, Adam Homolka (Viperbike/790 Punkte) den zweiten Liga-Platz hinter Bissinger wegzuschnappen.

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