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Team verliert Führungsspieler

Auf den drei Säulen Michael Baur, Andreas Herzog und Ivica Vastic wollte Fußball-Teamchef Hans Krankl die Mannschaft der Zukunft formen. Doch das Gerüst trägt nicht mehr.

Vastic will sich die Reisen aus Japan nicht mehr antun und hat damit die Teamkarriere beendet. Herzog ist für die Elf nicht mehr gesetzt. Baur hat nach dem 0:3 gegen die Niederlande seinen Rücktritt in den Raum gestellt. Gut möglich, dass Krankl bei Herzogs Jubiläumsspiel (100. Länderspiel) am 20. November im Wiener Hanappi-Stadion gegen Norwegen die Verjüngung intensiver und mehr als ihm lieb ist vorantreiben muss.

“Jetzt müssen die Jungen ran”, hatte Baur unmittelbar nach der Pleite am Mittwoch Abend erklärt. Auch mit ein wenig Abstand blieb er dabei. “Ich habe das nicht aus dem ersten Frust gesagt, ich überlege das wirklich. Auch die drei Säulen haben nicht das bewegen können, was sich der Teamchef erwartet hat. Man soll den jungen Spielern die Chance geben, in der Qualifikation Erfahrung zu sammeln und sich Kaltschnäuzigkeit zu holen. Sonst beenden wir die Quali auf Rang drei und müssen dann erst umbauen”, sagte der Abwehrchef.

Krankl zeigte Verständnis für seinen Abwehrchef, will ihn aber noch zum Weitermachen überreden. Auch Herzog und Ex-Teamchef Herbert Prohaska halten nichts davon, die Mannschaft ohne Führungspersönlichkeiten ins Jahr 2003 zu schicken. “Die Zukunft gehört den jungen Spielern, aber man darf nichts überstürzen”, meinte der Rekord-Internationale. Prohaska: “Das Team braucht Routiniers wie Baur. Neben ihnen können die jungen Spieler heranwachsen. Man kann gegen Ende der Qualifikation auf die Jungen bauen, sofort wäre aber übertrieben.”

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ÖFB

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