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Tausendfüßler: Ende der Plage ist in Sicht

Röns - Klaus Zimmermann, Biologe von der inatura in Dornbirn, ist zuversichtlich, dass die Tausendfüßler in der Jagdberggemeinde Röns bald besiegt sind.
Tausendfüßlerplage in Röns

Für die von Tausendfüßlern geplagten Bewohner von Röns besteht Hoffnung. Ein Ende der Invasion ist in Sicht. Klaus Zimmermann, Biologe der inatura in Dornbirn, beschäftigt sich seit sechs Jahren mit dem Problem: „Im Moment hat es sich beruhigt. Jetzt müssen wir noch den kommenden Herbst abwarten. Wenn die Tausendfüßler dann auch nicht kommen, haben wir gewonnen“, sagt der Biologe sichtlich erleichtert. Seit acht Jahren kommen die Krabbeltiere jeden Frühling und Herbst aus ihren Löchern und bevölkern die Häuser und Gärten der kleinen Gemeinde. Laut Zimmermann sind auch die Rönser glücklich, dass es bald vorbei sein wird. Zimmermann selbst probiert seit sechs Jahren, die unansehnlichen Tiere aus dem Ort zu verbannen.

Erfolgreiche Barriere

Erst im vergangenen Jahr wurde, gemeinsam mit der Berliner Humboldt-Universität, eine effektive Methode entwickelt, die Tier von den Wohnhäusern fernzuhalten. Im August 2008 ist das Pilotprojekt in der Jagdberggemeinde angelaufen. Wie die NEUE berichtete, wurde ein Schutzzaun rund um die befallenen Häuser und Grundstücke aufgestellt. Damit die Krabbeltiere diesen sogenannten Schneckenzaun nicht überwinden, wurde dieser mit einer Kieselgur-Flüssigkeit bestrichen. Kommen die Tier damit in Berührung, trocknen sie aus. Neben dem Schneckenzaun dürfte auch die Natur der Invasion ein Ende bereiten. Vor zehn Jahren, als die Plage begann, dürften die Tiere beste Bedingungen zur Fortpflanzung gehabt haben. In letzter Zeit sind jedoch keine Jungtiere gesichtet worden. Tausendfüßler können laut dem Experten der inatura bis zu zehn Jahre alt werden.

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